Mein neues Raumschiff ist fertig!

Es ist soweit! Ich kann Euch mein neues verbessertes Raumschiff vorstellen. Mit der einfachen Raumkapsel war ich bisher einmal um die Erde geflogen. Aber jetzt will ich weiter in das All hinaus. Dafür benötigt man mehr Treibstoff und natürlich auch Luft, Wasser und Lebensmittel (ähmm Käse 😉 !). Um das alles mitnehmen zu können auf die Reise muss man ein größeres Raumschiff haben. Hier ist es:

Das neue Raumschiff für Flüge in die Tiefen des Weltalls

Das neue Raumschiff für Flüge in die Tiefen des Weltalls. Links sieht man die Landekapsel (braun) und rechts das Servicemodul (weiss) verbunden durch ein Adapter (grau).

Das neue Raumschiff besteht nicht nur aus einer Kapsel. Es hat neben der Kapsel auch noch ein Servicemodul. Und diesem Modul sind viele Sachen untergebracht. Es gibt dort Behälter mit Luft und Wasser, aber auch Treibstoff für Raketentriebwerke. Apropos Raketentriebwerke: Im Servicemodul gibt es drei verschiedene Arten von Triebwerken. Schaut Euch dafür das folgende Bild des Servicemoduls an:

Die verschiedene Triebwerke auf der Rückseite des Servicemoduls

Die verschiedene Triebwerke auf der Rückseite des Servicemoduls

Das Haupttriebwerk benötigt man für große Bahnmanöver, z.B. beim Einschwenken in eine Mondumlaufbahn. Dieses Triebwerk haben wir uns übrigens von den Space Shuttle Orbitern geborgt. Und die Hilfstriebwerke benutzt man für kleinere Bahnmanöver oder für den Fall daß das Haupttriebwerk ausgefallen ist. Die Hilfstriebwerke sind übrigens von der selben Art wie die für das unbemannte ATV-Schiff der ESA benutzt wurden. Dort gab es vier davon, hier haben wir acht! Die zusätzlichen Triebwerke sind für den Fall da dass doch einmal ein Triebwerk kaputt geht. So kann ich dann auch in diesem Falle mit Hilfe der Ersatztriebwerke wieder nach Hause fliegen.

Um die Orientierung des Raumschiffes zu ändern gibt es dann noch kleinere Triebwerke – die sogenannten Manövriertriebwerke. Davon haben wir sechs Stück mit jeweils vier Düsen wie im folgenden Bild zu sehen:

Manövriertriebwerke am Servicemodul

Manövriertriebwerke am Servicemodul

Dieses Servicemodul ist ein Nachbau des Servicemoduls der ESA (European Service Module ESM) für das amerikanische Orion-Raumschiff. Mein Modul ist etwas kleiner als das von der ESA, denn ich als kleine Maus brauche ja kein so großes Modul wie bis zu vier Astronauten im Orion-Schiff. Das große Servicemodul für die Astronauten wird übrigens bei der Firma Airbus DS in Bremen gebaut. Ich hoffe daß ich mir dieses Modul einmal dort anschauen kann. Dann werde ich natürlich für Euch darüber berichten.

 Die Landekapsel (braun) ist oben auf dem Servicemodul montiert.

Die Landekapsel (braun) ist oben auf dem Servicemodul montiert.

Meine Landekapsel hat übrigens auch ein europäisches Vorbild. Das ist der sogenannte Atmospheric Re-entry Demonstrator (ARD), welchen die ESA mit einer Ariane 5 schon im Jahre 1998 gestartet hatte. Oberhalb des Servicemoduls montiert bietet meine Landekapsel genug Platz zum Leben und Arbeiten während des Fluges. Und mein Proviant (allerlei Käse 😉 ) wird natürlich auch in der Landekapsel verstaut sein. Insgesamt werde ich bis zu drei Wochen lange Raumflüge mit diesem Raumschiff unternehmen können.

Soviel sei erstmal für heute berichtet. Das Schiff wird in den nächsten Tagen getestet. Wenn dann alles in Ordnung ist mit der Kapsel und auch mit meiner Weltraumrakete hoffe ich in wenigen Wochen zum ersten Testflug starten zu können. Bis dahin setze ich mein Training fort und habe auch noch einige andere Termine. Und natürlich werde ich für Euch weiter berichten! Dankeschön!

                                                  Euer Mausonaut

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