Hinweis/Announcement

[DE] HINWEIS: Ich empfehle Euch dringend dem charmanten -Teammitglied Altaira zu folgen aufgrund der kommenden Ruhephase auf diesem Kanal! Sie übernimmt die Team-Hauptaktivitäten inklusive des nächsten Fluges zur !

Hier im Blog wird Altaira weiterhin als Gastbloggerin aktiv sein und auch weiterhin über die Mission vom MoonDotVillage-Lander 1 und viele weitere Aktivitäten berichten.

Viel Glück, Altaira! 🚀

[ENG] ANNOUNCEMENT: Due to my upcoming inactivity on this channel I recommend you to follow our charming team member Altaira! She will take over main activities of the team including an upcoming mission to !

Altaira will continue to report here in this blog as guest blogger. She will inform you about the mission of MoonDotVillage Lander and many other interesting activities.

All the best, Altaira! 🚀

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Die Mission des MoonDotVillage-Landers

19.03.2019

Es ist vollbracht! Gestern um 19:06 Uhr MEZ habe ich den MoonDotVillage-Lander endlich eingefangen! Ich habe den Lander natürlich nicht persönlich eingefangen, sondern mit Hilfe des kanadischen Kranarms (auch CanadArm genannt!) der MoonDotStation im Mondorbit. Und da ich ja bekanntlich (noch) nicht auf der MoonDotStation bin habe ich den Arm hier von der Bodenstation auf der Erde ferngesteuert. Diesmal hat das wunderbar funktioniert. In der vergangenen Woche war der 1. Versuch noch fehlgeschlagen. Da wir diesmal aber u.a. den kleinen Mini-Satelliten mit einer Kamera besser zum Beobachten des Einfangens positioniert hatten ging das Einfangen auch deutlich einfacher.

Die finale Phase der automatischen Annäherung des MoonDotVillage-Landers an die MoonDotStation. Nach dem Annäherungstopp fängt der CanadArm-Kranarm (ferngesteuert von mir von der Erde!) den Lander ein.

Etwa eine Stunde nach dem Einfangen des MoonDotVillage-Landers war der nächste Schritt an der Reihe: das Ankoppeln des Landers an einem Andockstutzen der Friendship-Mehrzweckmoduls der Station. Dazu benutzte ich natürlich wieder den CanadArm-Kranarm. Auch dies hat gut funktioniert. Mit einigen Haken wurde der Lander dann fest an der Station verankert.

Mit dem Kranarm docke ich den Lander an die Station an.

Später haben wir dann noch eine Daten- und Stromverbindung zwischen Lander und Station hergestellt. Somit ist der MoonDotVillage-Lander jetzt ein fester Bestandteil der MoonDotStation.

Und jetzt seid Ihr sicherlich gespannt wie es für den Lander weiter geht? Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen wer denn den Lander für seine nächste Mission auf dem Mond vorbereiten wird, das heisst ihn nachzutanken und zu warten, oder etwa nicht? 😉

Eure Altaira

P.S.: Kurz nach dem erfolgreichen Verbinden des Landers mit der MoonDotStation war das kalte Stickstoffgas des kleinen Kamera-Satelliten aufgebraucht und der Satellit driftete weg ins All. Das Gas braucht der Satellit bekanntlich für Positionsveränderungen. Er hat aber noch ein letztes schönes Bild von der neuen Konfiguration der MoonDotStation geschossen. Hier ist es:

17.03.2019

Der MoonDotVillage-Lander hat das vergangene Wochenende gut überstanden und seine Monumrundungen offensichtlich genossen. Das beweist ganz deutlich auch dieser Tweet des Landers:

Das sind aber auch schöne Bilder von Blicken auf die Mondberfläche aus dem Mondorbit! Da freue ich mich doch gleich umso mehr ähnliches aus der Cupola der MoonDotStation bei meiner bald beginnenden Mission genießen zu können. 🙂

Eure Altaira

15.03.2019

Ein Nahaufnahme-Bild vom gestrigen Einfangversuch.

Wir werten immer noch das Geschehene aus und haben schon einige Ideen wie wir die Erfolgschancen für den 2. Einfangversuch des MoonDotVillage-Landers erhöhen können. Wir benötigen allerdings noch etwas Zeit um die Strategie komplett auszuarbeiten. Daher wird der 2. Einfangversuch nicht vor Montag, dem 18.03., stattfinden.

So hat der MoonDotVillage-Lander noch einige Tage Zeit für seinen Soloflug und kann noch den Ausblick hinunter auf den Mond geniessen.

14.03.2019 

Der MoonDotVillage Lander bewegt sich automatisch auf die MoonDotStation zu

Heute unternahmen wir wie angekündigt den ersten Versuch den MoonDotVillage-Lander mit Hilfe des kanadischen Kranarms der MoonDotStation einzufangen. Leider ist es auch nur beim Versuch geblieben. Was ist passiert?

Der entscheidende Moment. Das Ende des Kranarms verfehlt der Pin der Andockstelle knapp. Der Einfangversuch musste daher abgebrochen werden.

Gegen 17 Uhr MEZ bewegte sich der Lander wie geplant im automatischen Modus langsam auf die MoonDotStation zu. Seine Ka-Band-Antenne diente ihm dabei als Radarantenne um die Distanz zur Station zu bestimmen. Gegen 17:30 Uhr hatte der Lander dann die Halteposition erreicht. Er war jetzt in Reichweite des Kranarms. Diesen steuerte ich dann vorsichtig von der Erde aus per Fernsteuerung in Richtung des Pins für den Greifarm an der Spitze des MoonDotVillage-Landers. Und um 17:38 Uhr war es dann soweit: der Greifer berührte den Lander. Allerdings verfehlte ich den Pin dabei knapp. Durch diese Berührung kam der Lander leicht ins Taumeln. Ich musste den Einfangvorgang abbrechen. Ich zog den Kranarm zurück und der Lander stabilisierte seine Lage während er sich in Sicherheitsabstand zur Station begab.

Der gesamte Einfangversuch. Man erkennt gut dass der MoonDotVillage-Lander nach der Berührung mit dem Kranarm leicht destabilisiert wurde.

Nichts wurde beschädigt, weder am Lander noch am Kranarm. Allerdings habe ich heute keinen weiteren Einfangversuch unternommen. Ich möchte die Situation erst analysieren und versuchen das Einfangprozedere zu optimieren. Irgendwie muss man dies doch verbessern können! Schwer wird das Einfangen aber trotzdem bleiben schon auf Grund der Verzögerung der Signalübertragung zwischen der Kontrollstation auf der Erde und der Station im Mondorbit! Aber wenn es leicht wäre würde es ja jeder machen!

Eure optimistisch verbleibende Altaira

13.03.2019

Unser kleiner @MoonDotVillage-Lander zieht nach dem Start von der Mondoberfläche in der vergangenen Woche seine Kreise (eigentlich ist es ja eine elliptische Umlaufbahn) um den Mond. Heute hat er dabei auch einige Fotos und ein Video aufgenommen und es zur Erde übertragen! Wie Ihr seht hat der Lander einen fantastischen Blick auf den Mond!
Und ich konnte dann auch mitteilen, dass die @MoonDotStation seine Annäherung an den Lander bald abschliesst und schon morgen ein Einfangversuch stattfinden soll! Und der wird gar nicht so einfach, denn es befindet sich ja niemand auf der Station um den Kranarm zu bedienen. Das übernehme ich von der Erde! Und dabei gibt es leider eine Zeitverzögerung der Signale von 2 Sekunden, da der Mond ja in 380000 km Entfernung liegt.
Es wird also spannend!
P.S.: Ich hoffe Ihr drückt mit die Daumen für das knifflige Einfangmanöver morgen – und zuschauen dürft Ihr natürlich auch auf Twitter!

07.03.2019

Endlich ist es soweit! Wir nehmen unsere Erforschung des Mondes und des mondnahen Raumes wieder auf! Hauptsächlich aufgrund der Verlegung des Kontrollzentrums nach Deutschland gab es für einige Monate so gut wie keine Aktivitäten in diese Richtung. So hatten wir den MoonDotVillage-Lander auf dem Mond in Halbschlaf versetzt. Vor einigen Tagen habe ich ihn dann wieder aufgeweckt und mitgeteilt, dass der Lander bald vom Mond abheben wird in Richtung MoonDotStation, welche sich ja bekanntlich in einem Orbit um den Mond herum befindet.  Zur Vorbereitung wurde der Treibstoff des Landers etwas erwärmt. Und heute war es soweit: um 17:53 Uhr MESZ zündete der MoonDotVillage-Lander sein Aestus-Haupttriebwerk und hob von seiner Landestelle in der Nähe des Haworth-Kraters in der südpolaren Gegend des Mondes ab: MDVLanderRestart1

Für kurze Zeit ging dann (mal wieder) der Funkkontakt während des Aufstiegs verloren. Aber das war ja nicht unerwartet. Bei der Landung war dies ja auch schon passiert. Die Antenne des Landers muss eben immer genau in Richtung MoonDotStation ausgerichtet sein, damit mit der Station als Relaystation eine Verbindung zur Erde hergestellt werden kann. Und dies ist recht schwierig in dynamischen Antriebsphasen für unseren kleinen und doch recht einfachen Lander.

Die Verbindung war dann doch bald wieder hergestellt und wir konnten in der Bodenstation das erfolgreiche Einschwenken in die Mondumlaufbahn beobachten:

MDVLanderRestartOrbit

Geschafft! Erstmals war ein vollständiger Mondlander damit wieder von der Mondoberfläche abgehoben und in einen Mondorbit eingeschwenkt! Dafür sind die Treibstofftanks der Landers auch riesig und die Nutzlast begrenzt. Jede Mondlandervariante hat halt so seine Vorteile und Nachteile – so wie im realen Leben auch.

Der Lander wurde jetzt in einem der Umlaufbahn der MoonDotStation recht ähnlichen Orbit geschossen. Da der Orbit der MoonDotStation aber sehr elliptisch ist, konnte der Lander die Stationsbahn nicht ganz erreichen aufgrund des zu Ende gehenden Treibstoffs. In den kommenden Tagen wird sich daher die Station mit Hilfe der sehr effizienten Ionentriebwerke an den kleinen Mondlander annähern. Und dann schauen wir mal was passiert …

Eure Altaira

19.05.2018

Der MoonDotVillage-Lander hat den zweiten Bohr- und Analysedurchgang erfolgreich abgeschlossen. Am 16.05. hatte ich die Anweisung gegeben im Schatten des Gesteinsbrockens in der Nähe zu Bohren:

Die Bohrung bis in 2 Meter Tiefe dauerte dann anderthalb Tage., dann meldete sich der Lander wieder bei mir im Kontrollzentrum:

Dann wurden die bei der Bohrung gewonnenen Bodenproben ins Analysegerät umgeladen und dort erhitzt, um die Menge des austretenden Wasser(dampfes) zu bestimmen:

Box2

Mit Hilfe des Kranarmes aus Kanada werden die Bodenproben aus der Bohreinheit in die Analysebox umgeladen.

Bei der Analyse wurde etwas mehr Wasser als bei Bohrversuch 1 gefunden, allerdings wiederum weniger als durch die Analyse der durch Satelliten gewonnenen Daten erwartet wurde. Nun gilt es basierend auf den Ergebnissen und anderen Gegebenheiten den nächsten Schritt der Mission zu bestimmen während der Lander wiederum seine Batterien voll auflädt.

03.05.2018

Nachdem der Lander in der vergangenen Woche seine zahlreichen Batterien voll aufladen konnte war es am gestrigen Tage endlich soweit: die wissenschaftlichen Untersuchungen begannen.  Dazu wurde der CanadArm-Kranarm des #MoonDotVillage-Landers an die Bohreinheit angedockt, und diese Bohreinheit dann vom Kranarm zur Mondoberfläche bewegt. Es erfolgte eine 21 Stunden dauernde Bohrung bis in 2 Metern Tiefe. Dabei wurden diverse Bodenproben gewonnen. Anschließend wurde die Bohreinheit mit dem Kranarm zur Analysebox bewegt und die Bodenproben in die Box umgefüllt. Dort werden die Bodenproben in einem Ofen gegenwärtig erwärmt. Austretende Gase werden mit einem Massenspektrometer analysiert. Schauen wir mal was wir da so finden – hoffentlich etwas Wasser(dampf)!

AltairaExoMars

Das 1:1-Modell des ExoMars-Rovers Bruno der ESA. Die zentrale schwarze Box ist die Bohreinheit. Mit Ihr kann bis zu 2 Meter tief in den Marsboden gebohrt werden.

Die Bohreinheit haben wir übrigens von der ExoMars Drill Unit abgeleitet. Diese ist für den ExoMars-Rover Bruno vorgesehen und soll nach einem Start in Jahre 2020 dann 2021 auf dem Mars ankommen. Zufälligerweise hatte ich mir die ExoMars Drill Unit auf einem 1:1-Modell des Rovers auf der ILA-Messe in Berlin anschauen können.

P.S.: Das „C1“ und „C2“ in der rechten oberen Ecke im obigen Video zeigt übrigens, welche der zwei Kameras des Mondlanders das Bild aufgenommen hat.

21.04.2018

Wir haben es geschafft! Unser MoonDotVillage Lander 1 ist auf dem Mond gelandet, unzwar am 19.04. um 19:48 Uhr MESZ! Dies geschah zwei Minuten später als geplant, da der Lander sich etwas verflogen hatte. Und wegen all der Aufregung wegen dieser Anomalie komme ich auch erst heute zum Schreiben hier.

MDVLanderTouchdown1HQ.gif

Die entscheidenden Momente bei der Landung – gesehen vom Lander selbst. Man kann gut sehen, daß das Haupttriebwerk auch kurz nach dem Aufsetzen noch arbeitete. Ein Sensor eines Landebeines hatte keinen Kontakt mit der Mondoberfläche gemeldet. Darum wurde das Triebwerk vorsichtshalber nur langsam heruntergefahren.

Zur Erklärung: Der Lander ist im automatischen Modus gelandet. Dazu hat er Bilder aufgenommen mit 2 Kameras an Bord mit Referenzbildern aufgenommen vom  Lunar Reconnaissance Orbiter der NASA verglichen, um seine Position und auch den Landekurs zu berechnen. Zeitweise wurde die Position so allerdings falsch bestimmt, und der Lander versuchte dies zu korrigieren. So ist er dann einen größeren Umweg geflogen um dann mit 2 Minuten Verspätung doch noch glücklicherweise im richtigen Zielgebiet nahe des Haworth-Kraters in der Nähe des Südpoles des Mondes gelanden. Wir überprüfen noch ob der erhöhte Treibstoffverbrauch Konsequenzen für die weitere Mission hat. Eigentlich war der Plan, daß der Lander wieder aufsteigt um dann an einer anderen Stelle zu landen, um dann erst zum Nachtanken zur MoonDotStation im Mondorbit zu fliegen.

Erste Botschaft des Landers nach dem historischen Aufsetzen:

Eine Konsequenz der unerwarteten Manöver des Landers beim Landeanflug war dann allerdings, daß zeitweise keine Bilddaten zur MoonDotStation übertragen wurden, da die Hochleistungsantenne des Landers einfach in die falsche Richtung zeigte. So gibt es also Bilddatenlücken. Alle empfangenen Bilddaten könnt Ihr in diesem YouTube-Video sehen:

Als eine der ersten Aufgaben hat der Mondlander dann so eine Art von Selfies aufgenommen. Wir wollten einfach sehen, ob der Lander dann auch sicher steht. Und er steht sicher. Man kann auch gut den sehr nahen Felsbrocken sehen. Dieser schattet den Lander etwas ab und eventuell könnten davon auch die Solarzellen am Lander betriffen sein. Diese würde dann das Aufladen der Batterien verzögern. Zu Beginn der wissenschaftlichen Arbeiten müssen die Batterien vollständig aufgeladen sein, denn diese Arbeiten sind sehr energieintensiv.

SelfieFarbe.jpg

Selfie-(Falschfarben)-Bild des Landers an der Landesstelle. Die Kamera am Enden des Kranarmes aus Kanada wurde zur Aufnahme des Bildes genutzt.

Wie geht es jetzt weiter? Das Aufladen der Batterien wird einige Tage dauern. Der Lander wird also erstmal größtenteils inaktiv sein. In gut einer Woche sollten dann die Batterien voll aufgeladen sein. Und dann beginnen wir mit dem Bohren nach Bodenproben.

18.04.2018

Morgen ist es dann endlich soweit. Der MoonDotVillage-Lander 1 wird auf dem Mond landen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. So haben wir heute früh eine der Kameras im Schwarz/Weiß-Modus getestet. Und hier ist das Ergebnis:

AppraochDay2SW.gif

Im Vergleich zu gestern ist die Mondsichel grösser geworden und auch weiter. Dieses S/W-Bild nutzen wird um die Kamera zu kalibrieren. Warum in Schwarz/Weiß? Die Datenmenge ist kleiner. Das ist gut, denn wir wollen einige Bilder während des Landeprozesses mit Hilfe der Kommunikationsanlagen der MoonDotStation (im Mondorbit) als Relaystation zur Erde übertragen.

Die Bilder werden auch von der Landeautomatik live analysiert werden um damit den Landekurs zu bestimmen. Farbinformationen könnten da irritierend sein.

Außerdem haben wir dann heute noch ein kleines Bahnmanöver vom MoonDotVillage-Lander ausführen lassen:

Wir bestimmen jetzt den neuen Kurs vom Lander und berechnen, wann der Lander morgen am Mond ankommen wird. Details zur geplanten Landung geben wir dann morgen bekannt. Es wartet morgen ein äußerst spannender Tag auf Euch (und auf uns natürlich auch)!

17.04.2018

FirstImageLander.gif

Das ist das erste Bild, welches der MoonDotVillage-Lander auf seinem Flug zum Mond aufgenommen hat. Um 18:02 Uhr MESZ erschien dieses historische Foto auf meinem Bildschirm im Bodenkontrollzentrum. Das Bild ist noch nicht von exzellenter Qualität. Wir werden die Kamera noch kalibrieren müssen, dann sollte die Qualität besser werden. Man kann aber gut die noch recht schmale Mondsichel erkennen. Mit fortschreitender Zeit wird man aber mehr beleuchtete Mondoberfläche sehen, denn der Mond nimmt ja zu. Und natürlich kommt der Lander dem Mond auch immer näher!

Übrigens gibt es das zusammenfassende Video vom Start der Landers mit der Mini-#Ariane6-2 jetzt auch in englischer Sprache. Hier findet Ihr es:

16.04.2018: 

Der MoonDotVillage-Lander ist auf dem Weg zum Mond. Heute um 18:15 MESZ zündete der Lander auf mein Kommando hin sein Aestus-Haupttriebwerk für 5 Minuten und 22 Sekunden:

Den erfolgreichen Abschluss des Bahnmanöver zum Erreichen des Mondes hat der Lander dann auch sofort an die Bodenstation (dort sitze ich!) gemeldet:

In gut drei Tagen wird der Lander dann am Mond ankommen und sich direkt einbremsen zur Landung in der Nähe des Südpoles des Mondes. Wir sind gespannt (aber sowas von!).

Fast hätte ich es vergessen: Ein erstes cooles Video zur Mission steht jetzt für Euch auf YouTube bereit:

Viel Spaß beim Anschauen! Und bitte liked das Video! Dankeschön.

14.04.2018:

Heute haben wir einen kurzen Test des Haupttriebwerkes des MoonDotVillage-Landers durchführen können. Nachdem der Lander gerade seinen ersten 48-Stunden-Erdorbit abgeschlossen hat haben wir die Kommandos gesandt, um das Haupttriebwerk für 10 Sekunden zu zünden:

Nach einem intensiven Studium der Daten vom Lander konnten wir feststellen, daß das Triebwerk zu unserer vollsten Zufriedenheit funktioniert hat! Das ist auch kein Wunder, denn das Haupttriebwerk des Landers basiert auf dem Aestus-Triebwerk der EPS-Oberstufe der ESA-Trägerrakete Ariane 5.

Der Lander hat bisher noch keine Bildaufnahmen erstellt (siehe unten). Daher gibt es hier nochmal ein neues Video vom Start der Mini-#Ariane6 am 12. April:

MDVLander1LaunchGP12.gifDas sind doch beeindruckende Weitwinkelaufnahmen, oder?

Der Lander wird jetzt noch einen zweiten 48-Stunden-Orbit um die Erde fliegen. Falls wir dabei keinerlei Probleme feststellen, werden wir die Kommandos für ein längeres Zünden des Hauptriebwerkes an den Lander senden. Ziel des Landers wird dann der Mond sein, genauer gesagt der Südpolregion des Mondes.

13.04.2018:

Im Verlaufe des Tages führten wir weitere Tests mit dem MoonDotVillage-Lander durch. Alle Systeme scheinen bisher wie erwartet zu funktionieren. Die Kameras auf dem Lander haben wir allerdings noch nicht eingeschaltet. Das hat zwei Gründe:

    1. Auf der sehr elliptischen Erdumlaufbahn des Landers durchquert der Lander für diverse Stunden den Strahlungsgürtel der Erde. Der auch „van-Allen-Belt“ genannte Bereich wird vom Magnetfeld der Erde generiert und leitet günstigerweise einen großen Anteil der harten Strahlung der Sonne und auch der kosmischen Strahlung um die Erde herum. Diese umgeleitete Strahlung könnte die Kameras des Landers beschädigen. Darum lassen wir die Kameraabdeckungen in dieser Phase der Mission noch geschlossen.
  1. Die Kameras benötigen sehr viel Strom. Der Lander fliegt jetzt aber auch oft durch den Schatten der Erde. Dann können die Solarzellenflächen die Batterien nicht nachladen. Und gerade im Schatten wird auch viel Strom benötigt da wir den Lander dort beheizen müssen.

Daher werden wir die zwei Kameras erst einschalten, wenn der Lander direkt in Richtung Mond fliegt.  Auf dem 3-tägigen Flug zum Mond werden wir dann die Kameras auch kalibrieren – also optimal einstellen. Die Kameras sind ungemein wichtig für das Navigieren in Mondnähe und auch für die Landung auf dem Mond selbst. Anhand der Bilddaten berechnet der Bordcomputer nämlich automatisch wie geflogen wird.

MDVLander1launchMateCam.gif

So kann ich auch heute hier keine neuen Bilder anbieten. Allerdings habe ich für Euch das obige Video vom Start parat. Das zeigt eine neue Perspektive und man kann die anrückenden Wolken erahnen, welche die Sonne verdunkeln. Eine Schlechtwetterfront war im Anmarsch. Beim Verlassen des Startgeländes fing es dann gar an zu regnen. Der Start erfolgte also gerade noch rechtzeitig.

12.04.2018: 

MDVLander1Launch.gif

Ein erstes Video vom Start der Mini-Ariane-6 mit dem MoonDotVillage-Lander 1 an Bord. Und wir standen ganz schön dicht an der Rakete. Anschließend mussten wir erstmal duschen und die Kleidung säubern.

Heute um 17:52 Uhr MESZ haben wir den MoonDotVillage-Lander 1 in eine Erdumlaufbahn geschossen. Dazu haben wir eine kleine Version der Ariane-6-Rakete benutzt. Da der Mondlander recht klein ist war sogar eine Mini-Ariane 6 mit nur zwei Feststoffboostern zum Start ausreichend. Nach gut einer halben Stunde war es dann soweit: der Lander wurde von der Oberstufe der Ariane 6 abgetrennt und befand sich dann im Orbit um die Erde. Wenige Minuten später meldete sich der Lander dann auch schon bei unserer Bodenstation:

AltairaMausoAriane62

Wir mir der großartigen Ariane-6-Rakete (kleinere Version mit 2 Feststoffboostern) während der Startvorbereitungen.

Damit der Lander dann in Richtung Mond fliegt wird noch ein zusätzliches Bahnmanöver ausgeführt werden müssen. Doch davor wird der Lander erstmal ordentlich überprüft werden. Wir wollen ja nicht daß bei der Landung auf dem Mond etwas nicht funktioniert. In den kommenden Tagen schreibe ich dann natürlich auch mehr zur geplanten Mission auf der Mondoberfläche.

Nochmals zurück zum Raketenstart: Günstigerweise hat Mausonaut Zeit gefunden mich zum Start zu begleiten. Dankeschön, Mauso! Ich bin ja noch recht neu im Raumfahrtbusiness und da ist es doch sehr positiv so einen „alten Hasen“ (hihi!) wie Mausonaut dabei zu haben. Dann geht auch nichts schief. Und der Chef SpaceHolgar (a.k.a. Dr. Rocket) hatte die Rakete dann auch bestens vorbereitet. Das Wetter spielte dann auch noch mit. Rechtzeitig vor dem Eintreffen einer Schlechtwetterfront konnte die Mini-Ariane 6 gestartet werden. Und so wurde ich dann Zeuge meines zweiten Raketenstarts. Und es war genau so beeindruckend wie beim ersten Mal im Januar beim Start einer stärkeren Ariane 6 mit 4 Feststoffboostern.

GP1fullSeq

Startsequenz der Mini-Ariane-6-Rakete. Die Booster erzeugen eine wirklich beeindruckende Menge an Rauch.

Weitere Bilder und Videos vom Start werden bald hier hinzugefügt werden. Und natürlich werde ich Euch hier weiter über den Verlauf der Mission unterrichten. Wer live dabei sein möchte folge bitte mir und SpaceHolgar auf Twitter. Mauso ist derzeit eher mit der Vorbereitung einer geheimen Mission beschäftigt. Bis bald.

Eure Altaira

Mein Besuch auf dem europäischen Weltraumbahnhof Kourou

Hallo Kids (und Junggebliebene)!

Mein Name ist Altaira, und ich darf ab jetzt auch hier im Blog von meinem Freund Mausonaut über meine Erlebnisse im #MoonDot-Team berichten. Ich bin Anfang 2018 dem Team beigetreten, um dort eine Ausbildung als Astronautin zu absolvieren! Fantastisch, oder?! Ich bin immer noch total begeistert und glaube die Begeisterung wird sobald auch nicht nachlassen. 😉

AltairaModellBAL

In der Halle für den horizontalen Zusammenbau der Hauptstufe und der Oberstufe der Ariane 6 auf dem Weltraumbahnhof Kourou. Die Halle befindet sich noch im Bau. 😉

Heute möchte ich über meine erste Dienstreise berichten. Diese führte gleich im Rahmen einer Pressereise der ESA (Vielen Dank nochmals an die ESA! Das war super!) zum Europäischen Weltraumbahnhof in Kourou. Wie geil ist das denn! Wir haben uns dort auf die Suche nach ersten Spuren der neuen europäischen Trägerrakete Ariane 6 gemacht, und dabei erstaunlich viele Spuren gefunden – auch wenn die Ariane 6 dort erstmals im Juli 2020 gestartet werden soll. Macht Euch doch selbst einen Überblick über die Ergebnisse unserer Spurensuche:

 

Vielen Dank für das Anschauen, und bitte nicht das „Liken“ oder auch das Abonnieren unseres YouTube-Kanales vergessen! Dankeschön.

Eine Fotogalerie mit den besten Fotos vom Besuch in Kourou habe ich natürlich auch:

Meine Fotogalerie vom Besuch auf dem europäischen Weltraumbahnhof Kourou

Ich war natürlich nicht allein in Kourou. Der #MoonDot-Teamchef SpaceHolgar (a.k.a. Dr. Rocket ) war natürlich auch mit dabei und hat auch ausführlich darüber berichtet:

Auch von Interesse könnte natürlich seine detaillierte Einschätzung zur Marktchancen der Ariane 6 sein – gerade im Angesicht der neuen Konkurrenz von SpaceX, Blue Origin und von anderen nationalen Raumfahrtagenturen. Hier geht es zu der eventuell etwas kontroversen Lageeinschätzung: https://drrocket1.wordpress.com/2018/02/05/ariane-6-die-europaische-antwort-auf-die-falcon-9-von-spacex/

Viel Spaß beim Lesen und dann bis zu meiner nächsten Reportage. Dabei geht es dann wohl um unsere erste Mondlandung!

Eure Altaira

 

P.S.: [DE] Diese Posts von SpaceHolgar gibt es übrigens auch in englischer Sprache. Die Links dazu findet Ihr dann in den deutschsprachigen Beiträgen.

[ENG] The posts by SpaceHolgar are also available in English. Please visit his blog site:  https://drrocket1.wordpress.com/

 

 

 

Ariane 6 – die europäische Antwort auf die Falcon 9 von SpaceX?

Mein Chef gibt seine persönliche Einschätzung der Chancen der neuen ESA-Trägerrakete Ariane 6 ab!

Dr. Rocket

Vorwort: In den letzten Monaten hatte ich die Ehre verschiedene Raumfahrtstandorte wichtig für die Produktion für Ariane-5- und Ariane-6 Trägerraketen besuchen zu dürfen. Dabei habe ich in zahlreichen Gesprächen mit verschiedenen Experten Einsicht in Produktionsabläufe und auch strategische Planung der europäischen Launcherindustrie gewinnen können. Basierend auf diesen Erkenntnissen konnte ich wie ich denke eine wohlinformierte Meinung zur Problematik der Launcher entwickeln. Im folgenden habe ich diese einmal aufgeschrieben und hoffe damit auch eine Diskussion anregen zu können.  

38583830575_3f0f7215e6_z Falcon Heavy auf dem Launchpad 39A im Kennedy Space Center. Gespannt fiebern wir dem ersten Start entgegen.

Kaum etwas ist im Moment in der Raumfahrtszene so populär wie die Starts der Falcon-9-Rakete von SpaceX – hauptsächlich auch wegen der spektakulären Landungen der Erststufe. Und der Hype wächst im Moment umso mehr da in diesen Tagen die Falcon-Heavy-Rakete zum ersten Mal starten soll – nach jahrelangen Verzögerungen (Dezember 2012 war der ursprünglich erstmals genannte…

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A visitor from Arizona, a forrest of mini launchers and a suborbital ride

We had a special visitor these days: Perry the @STEMFalcon had arrived from Arizona for some fun actions. Enjoy our adventures shown in this Twitter moment below (in some chaotic order for reasons unknown). For the full fun please follow the link to the Twitter moment at the end of this article. Thanks.

Looking behind the scenes of ArianeGroup in Les Mureaux (Part 3)

Link to German Version/Deutschsprachige Version

The third highlight during our fantastic visit  of ArianeGroup Les Mureaux on November 21 after visiting the main assembly hall of the main stage of the ESA launcher Ariane 5 and the SYLDA double launch structure was to have a look into the future. The new ESA launcher Ariane 6 was introduced to us by engineers and managers actually working on the Ariane 6 launcher project. As you can imagine this was a fabulous event for me because I am known as the biggest (but small in size) fan of the Ariane 6 launcher.

AR6modelsESASTS

This is a super cool Ariane 6 model that I found while visiting ESA Space Transportation at ESA HQ in Paris. In Les Mureaux we did not see any Ariane 6 model for some reason unknown.

 

In the future the main stage of the Ariane 6 launcher will be assembled here in Les Mureaux as well. For this purpose a new assembly complex is been build in Les Mureaux just next to the assembly hall for the Ariane 5 main stage. We were allowed to take a look at the construction site of the Ariane 6 assembly hall. As you can see this hall is not as high as the one for the Ariane 5 main stage. That has a good reason: The main stage of the Ariane 6 will be assembled horizontally in comparison to the vertical assembly of the Ariane 5 main stage. Horizontal assembly has several advantages:

  • All works are performed at the same level. This enables better cooperation between all engineers and technicians involved.
  • Experiences from serial production of Airbus aircrafts can be used for the assembly of the Ariane 6 main stage.
  • As the Ariane 6 main stage assembly hall has a relatively low ceiling climatization is way easier and comes to lower costs in comparision to the Ariane 5 main stage assembly hall.

 

ConstructionSite

The construction site for the assembly complex for the main stage  of Ariane 6 in Les Mureaux. The assembly of the first Ariane 6 main stages is planned to start within a few months.

 

Next was to learn more about Ariane 6 during a presentation about Ariane 6 and the current status of the development of this launcher. The two different versions of Ariane 6 – the A62 version with two Solid Rocket Motors (SRM) for medium sized payloads – and the big A64 version with four SRMs for heavy payloads – were introduced to us in quite some detail. The two versions of Ariane 6 will enable to launch a wider range of payloads in comparison to Ariane 5.

In the following you can have a look at some of the slides of the presentation given to us:

AR6basics

The two versions of Ariane 6 can be launched up to 12 times per year.

AR6versions

The medium A62 variant of Ariane 6 with two Solid Rocket Motors (SRMs) can transport at least 4.5 metric tons of payload to GTO (Geostationary Transfer Orbit). The heavy A64 version with four SRMs will be able to lift at least 12 metric tons to GTO. This beats the payload capacity of the current Ariane 5.

 

AR6payloadconfigurations

Ariane 6 will be able to launch very different payloads. This will be enabled by the two versions of Ariane 6, the SYLDA double launch unit, two versions of the payload fairing and several dispenser systems to launch satellites for big constellations.

AR6innovations

Several innovative methods for production, assembly and testing of Ariane 6 components will yield to lower the costs for launching with Ariane 6 in comparison to launching with Ariane 5 significantly.

 

These are the slides showing the current status of the development of Ariane 6. Ariane 6 has started to become real:

AR6status0
The first main engine Vulcain 2.1 (a cost optimized and upgraded version of the current Ariane 5 main engine Vulcain 2) is planned to be test fired for the first time later this year at the test site in Lampoldshausen, Germany.
AR6status1

The Vinci engine for the Ariane 6 upper stage has been tested already for several years. For a small 3D printed engine tests have started.

AR6status2

The first test unit of the Solid Rocket Motors has been assembled. A first test firing is planned for April 2018 in Kourou.

 

The launch preparations for the new Ariane 6 launcher at the European spaceport in Kourou were explained to us as well:

AR6KourouOps

Main and upper stage of Ariane 6 will be processed and transported horizontally in Kourou. They will be erected at the launch pad.  Solid Rocket Motors and the fairing including payload will be installed at the launch pad with help of the facilities of the Mobile Gantry.

 

Finally we had the pleasure to view a demonstration of the 3D program used for designing Ariane 6. During this part of the event details of the functions of the different Ariane 6 elements were explained to us. Here are some impressions from this presentation:

Booster3D

A Solid Rocket Motor for an Ariane 6 as seen in the 3D design program. The image is not blurred. You need 3D glasses for enjoying the 3D effect.

AR62_3D_details

The lower section of an Ariane 6 A62 with two SRMs as seen in the 3D design program.

SYLDAlongAR6

The SYLDA double launch unit will also be used for Ariane 6. A new long version of the SYLDA will allow to launch two big satellites of the same size.

 

The final part of our visit of ArianeGroup in Les Mureaux was a great Q&A session with four experts and engineers. We were allowed to ask any question related to Ariane 6. Obviously I had several questions by myself. Additionally I had collected interesting questions from some friends on Twitter and Facebook. All our questions were answered. Many thanks go to the experts: Michaela, Mathieu Chaize, Simon Debeugny and Guillaume Collange.

FourEngineers

These four Ariane 6 experts of ArianeGroup were answering our questions during a fantastic Q&A session.

 

After this great Q&A session our fantastic visit of ArianeGoup in Les Mureaux was coming to an end.  Many thanks to all involved! It was a great day in Les Mureaux. It was a great honour to be invited to this event. It was mindblowing to be allowed to take pictures and videos of almost all the very interesting things at the site.  Many thanks ArianeGroup! Merci beaucoup!

And we hope to be allowed to return to Les Mureaux next year when the production and assembly of the first Ariane 6 main stages has begun. We would love to report about these historic events to come!

 

Yours truly,

Mauso

 

P.S.: Some interesting info from the Q&A session with the ArianeGroup staff I would like to add:

  • The payload for the inaugural launch of Ariane 6 in the summer of 2020 is not fixed yet. ArianeGroup is talking to several interested potential customers. A decision will be made before the next design review in June 2018. The second launch at the end of 2020 or early 2021 will carry Galileo navigation satellites.
  • The thermal insulation of the Ariane 6 main stage will be sprayed foam. The colour of the foam is expected to be white. This is quite different from the segmented insulation blankets that are glued to the Ariane 5 core stage.

 

Part I: Visiting the huge assembly hall for the Ariane 5 main stage

Twostagesonewithengine

 

Part II: The double launch unit SYLDA

BigSyldaNoMauso

Looking behind the scences of the ArianeGroup in Les Mureaux (part 2)

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After having the great pleasure of visiting the main assembly hall for the central stage of the ESA launcher Ariane 5 in Les Mureaux another highlight of the visit was following. We were permitted to see how the cool double launch systems for the Ariane 5 – called SYLDA – are assembled.

 

ThreeSYLDASMauso

We were able to have a look at three SYLDA structures in different assembly stages. As you can see these are available in different sizes. This allows to optimize the SYLDAs for the real sizes of the satellites.

 

The name SYLDA is a great one for sure. It also has a meaning: it is the acronym for „SYstème de Lancement Double Ariane„. That is French for „double launch system for Ariane“. This system is very important for the commercial success of the Ariane 5 launchers as it enables to launch two communication satellites with a single Ariane 5 launch. Thus, launch costs can be shared between the owners of the two satellites.

 

MausoAR5model

Model of  an Ariane 5 launcher. The black SYLDA structure can be spotted inside the cutted payload fairing.

 

During the launch of two satellites one is encapsuled inside the SYLDA and the second sits on top of it. The satellite at the top is the first one to be released after the Ariane 5 upper stage has reach the desired orbit. The next step is to separate the entire cylindrical part of the SYLDA. The mechanical separation is done via small explosives. Then several springs are pushing the entire cylindrical part of the SYLDA away. For this all the springs have to be pre-loaded very carefully to avoid that the SYLDA cylinder contacts the satellite inside during the push. Often there are only 10 centimeters space between the inner SYLDA wall and the encapsuled satellite. Nevertheless, there was never a problem with the SYLDA system so far. And the engineers continue to work hard to keep it that way. Fingers crossed!

 

SmallSYLDAMauso

Here we have the smallest SYLDA unit (shown to us).

 

The SYLDA units are available in different sizes. This allows to adopt the SYLDAs to the actual sizes of the satellites to be launched.

 

ToppanelsMauso

These are segments for the conical part of SYLDA. They made of light-weight carbon composite material.

 

PanelsMauso

Here we have a carbon fiber based segment for the cylindrical part of a SYLDA structure.

 

When the SYLDA was designed it was important that the structure is stiff enough to survive the loads during launch and has low weight at the same time as the mass of the SYLDA is directly reducing the available payload mass. Therefore the SYLDA is mainly made of carbon fiber composite material. Segments of this material are glewed together to form the SYLDA structure.

 

NextisDispensperNoMauso

Oops, we have a hole in this SYLDA. It is made by purpose and is called „man hole“. This hole allows that technicians can have access to the satellite encapsuled inside. It can be closed by a cap.

 

As already stated SYLDA allows to launch two relatively big communication satellites by a single Ariane 5 launch. But there are smaller satellites for constellations where it makes sense to launch more than two satellites at the same time. One of these constellations is the European Galileo navigation satellite network.   Thus, last year in November four Galileo satellites were launched with a single Ariane 5 ES. A system different from the SYLDA one is needed for that kind of launch. A dispenser system was developed for that – also build by ArianeGroup in Les Mureaux. We had the pleasure to see such a dispenser system for four Galileo satellites (these satellites are build by the German company OHB in Bremen).

 

GalileoDispenserMaus

This is a Galileo dispenser. Four European Galileo navigation satellites will be connected to it for a launch with an Ariane 5 next summer. Two satellites at one time will be released after reaching the desired orbit.

 

The Galileo dispenser seen is planned to be used for a launch during the summer of 2018. Now after this meeting we are really looking forward to see this launch. This launch may even be more exciting as it might be the 100th Ariane 5 launch based on the current planning. Yeah!

And that is all for today! Many thanks.

Yours truly,

Mauso

 

Part I: Visiting the assembly hall for the Ariane 5 main stage

 

Twostagesonewithengine

 

Part III: News about my favourite ESA launcher Ariane 6 

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