Die 4. Mission zur MoonDotStation – auf den Weg in den Mondorbit

Englische Version

Es ist endlich soweit. Ich fliege wieder in das Weltall zur meiner MoonDotStation gegenwärtig noch im Orbit um den Lagrange-Punkt 1 des Erde-Mond-Systems.

MDSPortrait

Die MoonDotStation in gegenwärtiger Konfiguration: Ganz rechts sieht man das ATV-artige Hauptmodul der Station. Daran ist das „Friendship“-Knotenmodul (mit Cupola und Luftschleuse) gekoppelt. Dort oberhalb angedockt ist ein Cygnus-Frachtraumschiff. Ganz links sieht man ein ablegendes Orion-Raumschiff mit meinen 2 amerikanischen Freunden ab Bord.

Die Hauptaufgabe meiner Mission wird sein das APP-Modul an der MoonDotStation zu installieren. „APP module“ steht für „Advanced Power & Propulsion module“ – also auf Deutsch „Weiterentwickeltes Strom- und Antriebsmodul“. Das Modul hat 2 große Solarzellenausleger. Der damit gewonnene Strom soll die Station mit mehr Energie versorgen. Zuallererst soll mit Hilfe des Solar-elektrischen Ionenantriebes des Modules aber die MoonDotStation in einen Orbit um den Mond gebracht werden. Ein Mondorbit wird es vereinfachen einen Mondlander von der Station aus zum Mond fliegen lassen. Denn schließlich wollen wir ja so eine Art kleines Dorf auf dem Mond errichten – das MoonDotVillage!

APPmoduleBlog

Das neue APP-Modul mit den riesigen Solarzellenflächen soll während meiner Mission an der MoonDotStation ankommen. Rechts sieht man APP auf der Mini-#Ariane62 montiert.

Das APP-Modul wurde schon am 14. Februar 2017 mit einer Mini-Ariane-6-Rakete mit 2 Feststoffboostern in einen elliptischen Erdorbit gestartet. Mit Hilfe des Ionennantriebs wird die elliptische Umlaufbahn vergrößert bis die Gravitationskraft des Mondes das APP-Modul in Richtung Mond zieht. In diesem Moment wird das APP-Modul gegensteuern und in einen Orbit um den EML-Lagrangepunkt 1 zwischen Erde und Mond einschwenken und sich dann langsam der MoonDotStation annähern.

Zu dem Zeitpunkt werde ich schon an Bord der MoonDotStation sein  und das APP-Modul mit dem Kranarm einfangen und ankoppeln.

Insgesamt werde ich folgende Hauptaufgaben bei der #MoonDot-Mission zu erfüllen haben:

  • NEU: Anfliegen und Inspektion des APP-Modules
  • Beladen des Cygnus-Frachtraumschiffes
  • Abkoppeln und Freilassen des Cygnus-Frachters
  • Einfangen und Ankoppeln des APP-Modules
  • Empfang eines Dragon-Frachtschiffes
  • Weltraumspaziergang zum Nachtanken des APP-Modules plus Überraschung
  • NEU: Weltraumspaziergang zur Reparatur des APP-Modules

Die herausfordernde Mission wird insgesamt drei Wochen dauern – im Falle das alles so wie geplant verläuft. Aber man weiß ja nie was so alles passieren wird. Denn wie heißt es so schön: „Space is hard“!

Im folgenden werden wir die Höhepunkte der Mission auflisten:

Startversuch #1: 23.03.2017

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Geschafft! Endlich bin ich wieder zu einer neuen Mission gestartet. Der Startversuch musste fast abgebrochen werden da das Wetter nicht mitspielen wollte. Einige stärkere Windböen machten den Start etwas unsicher. Glücklicherweise traten diese Böen immer seltener auf und so konnte der Startdirektor fast am Ende des Startfensters eine Ausnahmegenehmigung zum Start erteilen. Die Signale schalteten auf „Grün“ um!GoingGreenGif

Der Countdown wurde wieder aufgenommen. Der Servicemast der Startanlage wurde umgeklappt nachdem das Zündsystem ein letztes Mal überprüft wurde:

Und dann, um genau 17:42 Uhr MEZ, war es endlich soweit. Meine Reise zur MoonDotStation begann mit dem tösenden Start meiner Mini-Ariane6-Rakete.

LiftOff2

Start der mausgerechten Mini-Ariane-6. Ich sitze an Bord der braunen Kapsel an der Spitze der Rakete.

Ariane 6 wird die neue Trägerrakete der Europäischen Weltraumbehörde ESA sein und die Ariane 5 ablösen. Die Ariane 6 ist so optimiert daß die Startkosten gering werden. Falls Ihr mehr über die Ariane 6 wissen möchtet dann schaut bitte auf diese Webseite der ESA (in Englisch):

http://m.esa.int/Our_Activities/Launchers/Launch_vehicles/Ariane_6 .

Doch zurück zu meinem Start auf der Mini-Ariane 6: die nachfolgenden Startabschnitte verliefen alle wie geplant. Das sah ähnlich aus wie in dieser Ariane-6-Startanimation von der ESA:

Um 20:24 Uhr MEZ konnte ich so von einem perfekt verlaufenden Bahnmanöver berichten, welches mein Raumschiff auf Kurs in Richtung MoonDotStation brachte. MoonDotStation – ich komme!

Hier jetzt einige Videos mit verschiedenen Perspektiven dieses beeindruckenden Starts:

MoonDotlaunchwithsound

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Das gibt es aber eine Menge Feuer und Rauch bei so einem Start, oder? Darum wollen wir auch einen Abgasablenkkanal für die Mini-Ariane-6 bauen. Eigentlich soll es sogar ein kompletter Miniaturstartkomplex werden. Den Kids wird es ganz sicherlich gefallen!

Seid Ihr interessiert wie man diese Raketen baut? Auf meinem Twitterkanal gibt es eine Tweetserie in welcher gezeigt wird wie wir genau diese Ariane 6 gebaut haben. Sucht einfach nach dem Hashtag #wbaAR6 ! Viel Spaß! Gerne dürft Ihr mir oder auch meinem Missionsdirektor @SpaceHolgar dazu fragen stellen. Danke.

Missionstag 2 – 24.03.2017: Änderung des Flugplans

Eigentlich war für diesen Tag die Inspektion der Außenhülle meines MoonDot-Raumschiffes mit Hilfe eines Minisatelliten vorgesehen. Dieser Satellit haftet magnetisch an der Außenhülle des Servicemodules meines Raumschiffes und ich kann diesen dann von Zeit zu Zeit frei fliegen lassen, damit er Bildaufnahmen von wichtigen Manövern wie z.B. vom Andocken liefert. Und man kann damit Raumschiffe inspizieren ohne daß ich einen Weltraumspaziergang unternehmen muss.

Diesmal wurde die Inspektion aber von der Bodenkontrolle auf den 3. Missionstag verschoben, denn es musste eine Kurskorrektur vorgenommen werden. Mein neues erstes Ziel der Mission ist jetzt das Anfliegen des APP-Modules. Dieses Modul befindet sich nach dem Start mit einer Mini-Ariane-62 am 14.2. auf einem recht langsamen Kurs in Richtung MoonDotStation. In der letzten Woche war dann kurzzeitig der Kontakt zum APP-Modul velorengegangen. Nach Wiederaufnahme des Kontaktes wurde festgestellt, daß einer der zwei großen Solarzellenflächen vom APPM rund 20 Prozent weniger Strom liefert als vor der Kontaktunterbrechung. Es wird vermutet, daß die Solarzellenfläche irgendwie beschädigt wurde. Möglich wäre auch ein Defekt der dazugehörigen Steuerelektronik.

APPModulIonentriebwerke

Ansicht auf die 8 Hall-Ionentriebwerke des APP-Modules bei den Startvorbereitungen. Diese benötigen zum effektiven Betrieb soviel Strom wie möglich. Dieser wird von den Solarzellenflächen geliefert.

Um genau festzustellen was passiert ist wurde ich beordert das APP-Modul schnellstmöglichst zu inspizieren.  Eventuell kann dann später eine Reparatur unternommen werden, womöglich schon während dieser Mission. Wir brauchen nämlich die volle Sonnenstromleistung  um dann mit Hilfe des Ionenantriebs des APP-Modules die gesamte MoonDotStation in einen Orbit um den Mond bringen zu können. Es liegen also spannende Tage vor uns. Am Abend des 26.3. sollte ich in der Nähe des APP-Modules ankommen.

Missionstag 3 – 25.03.2017: Inspektion der Außenhülle des MoonDot-Raumschiffes

Dies war ein relativ ruhiger Tag während der Reise mit dem ersten Ziel APP-Modul. Meine Hauptaufgabe war es, den Minisatelliten freizulassen. Mit Hilfe der Kamera des Mini-Satelliten habe ich dann Bilder von der Außenhülle meines MoonDot-Raumschiffes erstellt.

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Mein #MoonDot-Raumschiff. Die Aufnahme wurde mit Hilfe des freifliegenden Kamerasatelliten erstellt. Mehr Infos zu meinem Raumschiff gibt es hier.

Ziel dieser Aufnahmen ist es, eventuelle Probleme am Äußeren des Schiffes zu finden. Außerdem ist es auch ein guter erster Test für den Kamerasatelliten. Mit dessen Hilfe werden wir während der Mission noch viele interessante Aufnahmen „schießen“. 😉

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An meinem Raumschiff gibt es diesmal eine grundlegende Änderung im Aufbau. Das konnte man gut in den Bildern erkennen. Was es genau ist möchte ich an dieser Stelle aber noch nicht verraten.

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Zum Abschluss dieser Aktivität habe ich den Satelliten wieder zum Servicemodul meines Raumschiffes gesteuert und dort magnetisch befestigt. Das ist notwendig damit ich den Satelliten bei Kurskorrekturen  nicht verliere.

Ach ja, ich habe wie erwartet keine Probleme am Äußeren meines Raumschiffs gefunden.

Missionstag 4 – 26.03.2017: Einschwenken in einen Orbit um den Lagrange-Punkt EML1 und erste Annäherung an das APP-Modul

An diesem Tag sollte ich zum ersten Mal das havarierte APP-Modul im All sehen. Dazu musste ich mit meinem #MoonDot-Raumschiff aber erstmal in einen Orbit um den Lagrangepunkt 1 im Erde-Mond-System (auch EML-1 genannt) einschwenken. Das APP-Modul befindet sich dort schon in so einem Orbit.

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Vereinfachte Darstellung meiner Flugbahn von der Erde aus in Richtung Mond und anschließendem Einschwenken in die Umlaufbahn um den Lagrangepunkt 1.

Was ist aber ein Lagrangepunkt? Das ist ein Punkt im Raum an dem sich die Gravitationskräfte der umgebenden Himmelskörper praktisch kompensieren. Dort kann man einen Satelliten platzieren und er würde stabil seine Position halten. So einen Punkt gibt es z.B. zwischen Erde und Mond ungefähr 55000 km vom Mond entfernt. Um diesen Punkt kreisen in weiten, aber noch verschiedenen Orbits sowohl das APP-Modul und die MoonDotStation.  Man wählt weite Orbits um Lagrangepunkte damit man nicht oft im Schatten von Erde oder Mond ist. So kann man mit Hilfe von Solarzellen ständig Energie gewinnen.

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Mein Raumschiff mit dem OME-Haupttriebwerk in der zentralen Position am Ende vom Europäischen Servicemodul ESM. Dieses Triebwerk benutzte ich zum Einschwenken in die Umlaufbahn um dem Lagrangepunkt 1 zwischen Erde und Mond.

Meine erste Aufgabe des Tages war es jetzt auch in so einen Orbit um den Lagrangepunkt EML-1 einzuschwenken. Dazu musste ich ein Bremsmanöver ausführen. Ansonsten wäre ich in Richtung Mond weitergeflogen. Zum Bremsen benutzte ich das Haupttriebwerk OME vom Europäischen Servicemodul ESM meines Raumschiffes. Das ist interessanterweise ein ehemaliges sogenanntes OMS-Triebwerk von einem inzwischen nicht mehr benutztem Space Shuttle. Und genau dieses Triebwerk zündete ich für 33 Sekunden und dann war ich im gewünschten Orbit – und auch schon recht nah beim APP-Modul.

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Eines meiner Fotos vom APP-Modul. Ein Schaden am Modul ist nicht zu sehen.

Nach kleineren Korrekturen des Orbits konnte ich dann das APP-Modul auch sehen. Ich habe sogar einige Fotos gemacht. Da ich aber durch die sehr dicken Fenster meiner #MoonDot-Kapsel aus dem erlaubten Minimalabstand fotografieren musste konnte man auf den Bildern mit nicht der besten Qualität keine Details erkennen. Das APP-Modul sah so aus wie erwartet. Dies erklärt natürlich nicht warum eine der zwei Solarzellenflächen vom APP-Modul weniger Strom liefert. Daher möchten wir das Modul mit dem Kamerasatelliten genauer inspizieren. Dazu hatten wir an diesem kurzen Tag (nur 23 Stunden wegen der Zeitumstellung 😦 ) dann nicht mehr ausreichend Zeit. Dies ist dann also eine Aufgabe für morgen.

Missionstag 5 – 27.03.2017: Inspektion des APP-Moduls mit dem Kamerasatelliten

An diesem Tag galt es herauszufinden, warum das eine Sonnensegel des APP-Moduls weniger Strom liefert als das andere. Darum habe ich den kleinen Minisatelliten zu einem nahen Rundflug um das APP-Modul gesteuert.

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Der Kamerasatellit auf dem Weg zum APP-Modul-

Der Kamerasatellit hat dann bei dem Rundflug diverse Bilder vom APP-Modul geschossen. Hier sind einige ausgewählte Bilder:

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Die Auswertung der Bilder ergab dann, daß die defekte Solarzellenfläche des APP-Moduls unglaubliche 5 Löcher hat. Vermutlich hatte das Modul eine Begegnung mit einem Mikrometeoritenschwarm oder auch mit Weltraumschrott.

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Die 5 Löcher in der beschädigten Solarzellenfläche des APP-Moduls.

Wir wollen jetzt versuchen, das APP-Modul noch während der Mission zu reparieren. Dazu soll die ganze defekte riesige Solarzellenfläche ausgetauscht werden. Eine Ersatzsolarzellenfläche soll mit dem nächsten Versorgungsflug zur MoonDotStation gestartet werden.

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Das Dragon-2-Frachtschiff (hier eine Foto aufgenommen vor dem Start meiner Mission) soll die Ersatzsolarzellenfläche zur MoonDotStation bringen. Und etwas Käse wird auch an Bord sein. 😉

Dazu steht ein Mini-Dragon-2-Frachtschiff und die dazugehörige Mini-Falcon-9-Rakete bereit. Nach Ankunft des Dragon-Schiffes auf der MoonDotStation ist dann das Ersetzen der defekten Solarzellenfläche mit der neuen geplant – bei einem Weltraum-„Spaziergang“! Mal schauen ob uns dieser draufgängerische Plan gelingt!?

Missionstag 6 – 28.03.2017: Ankunft auf der MoonDotStation

Endlich war der Tag meiner Ankunft auf der MoonDotStation gekommen. Dazu galt es ein weiteres Mal ein sicheres Andockmanöver durchzuführen. Dies war bereits mein viertes Andocken an der Station. Aber jedes Mal ist es wieder neu. Die Station wächst und man dockt an anderen Dockingports an – so auch diesmal. Erstmals hatte ich seitwärts am Knotenmodul „Friendship“ anzudocken.

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Mein MoonDot-Raumschiff beim etwas seitlichen Anflug an die MoonDotStation.

Außerdem musste ich noch sehr Treibstoff-sparend fliegen, denn für den Umweg zur Inspektion des APP-Moduls hatte ich schon viel Treibstoff verbraucht. So war ich dann auch erst beim letzten Stop zum Überprüfen der Schiffssysteme im normal üblichen Anflugkorridor angekommen. Dann um 19:03 Uhr MESZ war es soweit: ich koppelte erfolgreich an der MoonDotStation an.

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Anschließend überprüfte ich die Verbindung zwischen Schiff und MoonDotStation. Auch mussten elektrische Verbindungen zwischen Station und Schiff hergestellt und getestet werden. Für diesen rund 2-stündigen Prozess hatte ich mein neues superblaues Licht in der MoonDot-Kapsel eingeschaltet. Erkennt jemand was für ein besonderes Blau dies ist? 😉

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Die MoonDotStation gleich nach dem Andocken am Knotenmodul „Friendship“. Auf der anderen Seite des Knotenmoduls sieht man ein „Cygnus“-Frachtschiff. Ganz rechts befindet sich das dem ATV ähnliche Hauptmodul der Station.

Doch dann war es soweit: Ich betrat nach mehr als 7 Monaten zum ersten Mal wieder die MoonDotStation. Gleich ging es in die Cupola, denn sie lag praktisch auf dem Weg ins Hauptmodul der Station. Für einige Minuten genoss ich den Blick auf die Milliarden von Sternen.

CupolaZoom

Ich genieße den Sternenhimmel aus der Cupola der MoonDotStation gleich nach meiner Ankunft.

Doch dann begab ich mich sofort ins Hauptmodul und der Computer der Station konnte gleich das obligatorische Begrüssungsfoto schießen. Und hier ist es:

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Ich war wieder zu Hause! Zu den Kartons im Bild erzähle ich dann mehr im morgigen Report!

Missionstag 7 – 29.03.2017: Der erste Tag zurück auf der MoonDotStation

MausoErzählt

An diesem Tag galt es einige auf der Station nicht mehr notwendige Dinge und Ausrüstungsgegenstände in das angedockte Cygnus-Frachtschiff zu verladen. Bald soll ja ein neues Frachtschiff ankommen und man braucht auf der kleinen Station dafür jeglichen freien Platz. Da war es gut das ein leeres Frachtschiff zur Verfügung stand um diese überflüssigen Dinge aufzunehmen.

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Meine zwei etwas mysteriösen Freunde aus Amerika – die Astros K. und S. während unserer gemeinsamen Zeit auf der MoonDotStation. Sie blieben dort für wahnsinnge 6 Monate.

Die meisten der jetzt unnötigen Gegenstände hatte die Vorgängerbesatzung – die Astros K. und S. (sie verbergen aus nicht zu nennenden Gründen ihre Identität). Sie waren während meiner 3. Mission auf der MoonDotStation zu Besuch gekommen, und waren dann für unglaubliche 6 Monate dort geblieben. Das ist ein wahnsinniger Rekord für Wesen von der Erde!

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Eines der neuen Bilder von meinem Besuch bei OHB in Oberpfaffenhofen. Dankeschön Frau von der Recke!

Eine Überraschung gab es auch für mich! Frau von der Recke von der Raumfahrtfirma OHB hat mir einige tolle Fotos von meinem Besuch bei OHB in Oberpfaffenhofen auf die MoonDotStation geschickt! Diese Bilder könnt Ihr in der Bildergalerie zum meinem Besuch dort bestaunen. Viel Spaß.

Das beladene Cygnus-Frachtschiff soll übrigens morgen ablegen. Doch dazu dann morgen mehr.

Missionstag 8 – 30.03.2017: Das Ablegen des Cygnus-Frachtschiffes

Es galt Abschied zu nehmen vom angedockten Cygnus-Frachtraumschiff. Es war im Oktober 2016 hier in meiner Abwesenheit angekommen nach einem Start mit einer Mini-Atlas-V-Rakete.

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Start des Mini-Cygnus-Frachtschiffes mit einer Mini-Atlas-V-Rakete im Oktober 2016.

Die benutzte Mini-Atlas-V war mit 4 Feststoffboostern ausgerüstet. Wenn ein Cygnus-Frachtschiff zur ISS startet wird eine kleinere Atlas-V ohne Feststoffbooster und mit kleinerer Nutzlastverkleidung gestartet. Um aber in Richtung MoonDotStation in einen Orbit um den Lagrangepunkt 1 zwischen Erde und Mond zu kommen braucht man die viel stärkere Atlas-V-Variante mit mindestens 4 Feststoffboostern.

Die Fracht aus dem Cygnus-Schiff ermöglichte es meinen Freunden unglaubliche 6 lange Monate auf der MoonDotStation zu bleiben.  Und jetzt ermöglicht es überflüssige Dinge aus der doch recht kleinen Station zu bringen.

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Aus der Cupola steuere ich den Kranarm CanadArm-3 um das Cygnus-Schiff von der Station zu trennen.

Das Cygnus-Schiff kann nicht eigenständig von der Station ablegen. Daher habe ich den Kranarm der Station aus Kanada, genannt CanadArm-3, genutzt um Cygnus von der Station zu trennen. Das macht man am besten aus der Cupola der Station. Dort hat man den besten Überblick über die Situation.

Nachdem die Verbindung zwischen Cygnus und Station getrennt war bewegte ich das Cygnus mit dem Kranarm weg von der Station in eine Halteposition. Dort konnte sich die Temperatur des Cygnus-Schiffes dem Freiflugmodus anpassen.

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Das Cygnus-Schiff entfernt sich weiter von der MoonDotStation.

Nach 2 Stunden konnte ich das Cygnus-Schiff freilassen. Langsam zog ich den Kranarm vom Cygnus zurück. Bald konnte sich Cygnus dann mit Hilfe seiner Kaltgasdüsen  langsam von der Station wegbewegen. Ich meinte ich hatte dabei ein seltsames Objekt gesehen, aber auf dem Radar war nichts zu sehen.

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Ein letzter Blick auf das abfliegende Cygnus-Frachtschiff. Besten Dank für Deine Dienste.

Mit weiteren Zündungen seiner Steuerdüsen entfernte sich dann das Cygnus-Raumschiff immer weiter von der MoonDotStation. Vermutlich wird es für immer in einen weiten Mondorbit eintreten. Für den kontrollierten Rückflug zur Erde ist nicht ausreichend Treibstoff vorhanden.

 Und jetzt haben wir dann auch mehr Platz um das sehr große APP-Modul in Empfang zu nehmen.

Missionstag 9 – 31.03.2017: Die Ankunft des APP-Modules an der MoonDotStation

Der Tag der Ankunft des APP-Moduls an der MoonDotStation war endlich gekommen. Da der solareletrische Antrieb des Moduls deutlich weniger Schub leistet als das Haupttriebwerk meines Raumschiffes konnte das Modul mir nur langsam auf dem Weg zur MoonDotStation folgen. Und abschleppen konnte ich das Modul nach der Inspektion auch nicht. Dafür hätte ich zuviel Treibstoff  benötigt. Ich muss in meinem Raumschiff ja auch noch ausreichend Treibstoff für die Rückkehr zur Erde behalten. So hatten wir den Weg zur MoonDotStation also getrennt antreten müssen.

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Das APP-Modul im Anflug auf die MoonDotStation gesehen aus der Cupola.

Aber auch so wurde das freudige Wiedersehen zu einem harten Stück Arbeit. Das APP-Modul ist ja recht groß, vor allem die beiden runden Solarzellenflächen. Das APP-Modul wird mit dem freien Kopplungsstutzen auf der Längsachse des „Friendship“-Knotenmoduls verbunden sein. Und mein MoonDot-Raumschiff ist an einem der seitlichen Verbindungspunkte des Knotenmoduls angebracht. Die Solarzellen am Servicemodul meines Raumschiffes ragen so weit heraus und bei direkter Annäherung des APP-Moduls in Richtung des eigenen Andockpunktes bestünde Kollisionsgefahr. Darum muss das APP-Modul auch etwas schräg anfliegen um das Kollisionsrisiko dort zu verkleinern.

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APP-Modul (links) im leicht schrägen Anflug auf die MonnDotStation (rechts).

Die Annäherung des APP-Moduls an die Station verfolgte ich aus der Cupola heraus. Von dort hat man bekanntlich eines sehr guten Überblick der Situation. Darum habe ich die Steuerung des APP-Moduls in der letzten Phase der Annäherung auch selbst übernommen. Und dann kam der riskanteste Moment der Operation. Um das Modul mit dem Kranarm greifen zu können musste ich es bis auf 1 Meter (!) an die Station heransteuern und dann stoppen. Danach hielt das Modul automatisch diesen Abstand – ich kontrollierte dies natürlich immer mit einem Auge. Mit dem zweiten Auge überwachte ich dann die Inbetriebnahme des Kranarms. So schnell wie möglich musste ich jetzt das APP-Modul mit Hilfe des Greifers erfassen um die Kollisionsgefahr zu beenden. Dies gelang mir auch ganz gut im ersten Versuch, aber ich war ganz schön ins Schwitzen gekommen. Jetzt hielt der Kranarm das Modul aber im sicheren Abstand. Dort blieb das Modul dann auch für etwa 2 Stunden. In der Zeit sollten sich eventuell bei der Einfangoperation im Kranarm entstandene Spannungen abbauen.

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Der Kranarm hat das APP-Modul erfasst. Man sieht auch gut wie dicht das APP-Modul an die Station für das Einfangmanöver heranfliegen musste.

Danach steuerte ich dann das APP-Modul mit dem Kranarm zielsicher zum vorgesehenen Verbindungspunkt. Nach der ersten Berührung beider Module begannen einige Haken beide Module fest miteinander zu verbinden. Das APP-Modul war jetzt also ein fester Bestandteil der MoonDotStation. Welch ein fantastischer Erfolg!

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Die gesamte mehrstündige APP-Modul-Einfangoperation im Zeitraffer mit Anflug, Ergreifen mit dem Kranarm und Bergung am „Frienship“-Knotenmodul.

Die Bilder von dieser spannenden Operation wurden wie fast immer vom freigesetzten Minisatelliten aufgenommen. Daraus habe ich auch wieder ein Zeitraffervideo erstellt. Viel Spaß beim Anschauen!

Missionstag 10/11 – 01. & 02.04.2017: Wochenende auf der MoonDotStation

Die Wochenenden hier auf der MoonDotStation sind ähnlich geregelt wie auf der Internationalen Raumstation ISS. Am Samstag wird die Station gründlich gereinigt inklusive Staubsaugen und Staubwischen mit feuchten Tüchern. Und am Sonntag ist dann Freizeit angesagt. Man schreibt z.B. Blogbeiträge, schaut Videos und unterhält sich mit Freunden und Familie.

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Das Dragon-2-Frachtschiff montiert auf der Falcon-9-Rakete.

Dieses Wochenende war etwas anders. Es gab etwas Aufregung rund um die Startvorbereitungen für das nächste Frachtschiff welches zur MoonDotStation gestartet werden soll. Das Frachtschiff ist ein von den amerikanischen Partnern kommerziell erworbenes Dragon-2-Schiff der Firma SpaceX. Kurzfristig mußte eine neue Nutzlast integriert werden: eine Ersatzsolarzellenfläche für das APP-Module. Eine technische Lösung wurde mit der Unterbringung im Trunkteil des Dragon-Schiffes gefunden.

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Einblick in den Trunk des Dragon-2-Frachters. Die Ersatzsolarzellenfläche ist im Trunk unten montiert. Die schwarzen Tanks (aus Carbonfaser-Kompositwerkstoff) enthalten Xenon zum Nachtanken des APP-Moduls. Xenon ist der Treibstoff der Ionentriebwerke des APP-Moduls. Die beiden Herren in den orangen Anzügen sind meine amerikanische Freunde genannt „Astros K & S“.  Sie sind gerade aus dem Urlaub nach ihrem Langzeitaufenthalt auf der MoonDotStation zurückgekehrt und helfen bei den Startvorbereitungen.

Allerdings war so das Schiff jetzt zu schwer zum Starten. Andere Nutzlast musste entfernt werden. Und es traf – wie hätte es auch anders sein können – meine Käselieferung. Der gesamte Käse (3 Käseräder) war von der Nutzlastliste verschwunden. So grübelte ich dann am Wochenende nach einer Alternativlösung wie man sonst noch Masse einsparen konnte.  An der Rakete Falcon-9 gab es nichts mehr einzusparen: Landebeine und anderes Zubehör für die Landung der Erststufe waren schon entfernt. Selbst bei der Dragon-2-Kapsel wurden keine Landebeine eingebaut da die Kapsel die Erde niemals wieder erreichen wird. Irgendwann fiel mir dann auf,  daß die Dragon-2-Kapsel ein komplettes Hitzeschild montiert hatte. Warum eigentlich wenn doch die Kapsel nicht wieder auf der Erde landen soll? Diverse Hitzeschildteile bilden die Außenwand der Kapsel und können so nicht entfernt werden. Die zentralen Hitzeschildteile am Boden der Kapsel sind jedoch vollkommen nutzlos für unsere Mission. Und deshalb hat die Crew am Boden diese Teile entfernt. So kann dann schließlich doch ein Käserad mit zur MoonDotStation fliegen. Und das ist die Geschichte wie die „Käsekrise“ beigelegt wurde! 😉

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Die „Käsekrise“ wurde beendet. Ein Käserad kann jetzt doch mit dem Dragon-2-Frachschiff mit zur MoonDotStation fliegen! Ich freue mich schon darauf!

P.S.: Bitte nicht bei den SpaceX-Ingenieuren petzen, daß wir Teile vom Hitzeschild des Dragon-2-Schiffes entfernt haben. Dies würde den Ingenieuren sicherlich nicht gefallen.

Missionstag 12 – 03.04.2017: Start in eine neue aufregende Woche

In diese Woche ist so einiges geplant. Um nur die Höhepunkte zu nennen: ein Raketenstart mit einem Versorgungsraumschiff, ein Weltraumausstieg und der Empfang des gestarteten Versorgungsraumschiffes auf der MoonDotStation. So war ich auch hauptsächlich mit der Vorbereitung dieser Ereignisse beschäftigt.

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Das blaue Licht in meiner MoonDot-Kapsel – typisch für das Licht eines DLR_next-Leuchtkulis.

Außerdem ich habe dann den Fans meiner Mission auch einmal ein Rätsel gestellt. Wie vielleicht schon bemerkt habe ich in meinem MoonDot-Raumschiff ein neues, schön helles blaues Licht installiert.  Die Fans sollten nun erraten, welcher Gegenstand die Quelle dieses Lichtes ist. Nun gut, es ist ein in Deutschland unter Weltraumfans recht bekanntes Licht. So hatten also die Fans aus Deutschland einen Vorteil beim Ratespiel. Und so wurde auch recht schnell erraten, um welche Lichtquelle es sich handelt. Und es war ausgerechnet mein Freund Rainer Kresken der das Rätsel löste. Nicht dass ich ihm irgendwas gesagt hätte. Ach ja, die Lichtquelle war ein Leuchtkuli vom Jugendportal des DLR – DLR_next. Den hatte ich einmal gewonnen bei einem Quiz von DLR_next. Normalerweise ist so ein Leuchtkuli also ein Preis bei einem Quiz, diesmal aber die Antwort von unserem Quiz. Überraschung! 😉 Den Preis, diverse Aufkleber von menem Missionen und denen der ESA werde ich dem Gewinner natürlich persönlich überreichen.

LaunchHolgar

Startdirektor @SpaceHolger gibt das „Go“ für den Start der Mini-Falcon-9-Rakete am Dienstag nach einem erfolgreichen letzten Test.

Auf der Erde gab es inzwischen einen letzten Test mit der Mini-Falcon-9-Rakete, die am Dienstag das Versorgungsschiff zur MoonDotStation starten sollte. Der Startdirektor (gleichzeitig auch mein Missionsdirektor in einer Person) war persönlich anwesend um alles zu überprüfen. So verlief der Test dann auch sehr erfolgreich, so dass einem Start am Dienstag nichts im Wege steht.

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Ein Fotoversuch von mir aufgenommen aus der Cupola der MoonDotStation. Ich hoffe ich werde noch weitere Gelegenheiten haben den Sternenhimmel von hier zu bewundern.

Am Abend hatte ich dann noch die Gelegenheit einen Blick auf den Sternenhimmel von der Cupola aus zu werfen. Was kann ich sagen? Es war einfach atemberaubend. Ich habe auch versucht Fotos aufzunehmen. Aber so richtig konnten sie meine Wahrnehmung nicht wiedergeben. Es sind halt nur Fotos. :/

Missionstag 13 – 04.04.2017: Start des Dragon-2-Versorgungsraumschiffes mit einer Mini-Falcon-9-Rakete

Es war soweit. Das kleine Dragon-Raumschiff mit wichtiger Fracht an Bord sollte seine Reise zur MoonDotStation beginnen. Am Startort in Spanien herrschten perfekte Wetterbedingungen und auch war mit Rakete und Raumschiff alles in Ordnung. Dazu hatten auch meine Freunde, die Astros K. und S.,  ihren Anteil geleistet. Natürlich waren sie dann auch am Startort um dem Start beizuwohnen. Das hatten sie sich redlich verdient.

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Die Astros K. und S. lassen noch schnell ein Foto von sich vor der Mini-Falcon-9-Rakete a.ufnehmen

Pünktlich zum Beginn des Startfensters um 17:13 MESZ hob die Mini-Falcon-9-Rakete dann ab, angetrieben von 9 Motoren. Unter lauten Getöse schob sich die Rakete hoch in den blauen Himmel!

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Welch ein beeindruckender Start! Gerne wäre ich beim Start dabeigewesen, denn ich liebe Raketenstarts. Ich konnte aber den Job des Startkommentators hier von der MoonDotStation aus übernehmen. Das ist natürlich auch eine sehr schöne Rolle, insbesondere wenn das gestartete Raumschiff Fracht für einen selbst an Bord hat.

Die Oberstufe der Mini-Falcon-9 funktionierte auch ohne Probleme und so wurde das Dragon-Raumschiff erfolgreich auf Kurs MoonDotStation gebracht.

Einige Zeit nach dem Start bekam ich dann auch noch beeindruckende Fotos (und auch Videos) von anderen Kameras zugeschickt. Hier sind einige Fotos davon in einer kleinen Fotogalerie. Viel Spaß beim Anschauen!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Missionstag 14 – 05.04.2017: Vorbereitungen auf den Weltraumspaziergang

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Diese Namensplakette soll beim Weltraumspaziergang am Mehrzweckknotenmodul „Friendship“ angebracht werden.

An diesem Tag galt es die letzten Vorbereitungen zum 1. Weltraumspaziergang bei dieser Mission zu treffen. So suchte ich alle benötigten Werkzeuge und Gegenstände zusammen. Dazu gehörte natürlich auch das Namensschild für das Knotenmodul. Bei meiner vorangegangenen Mission zur MoonDotStation hatten die Freunde auf Twitter in einem Wettbewerb Namen für das Modul vorgeschlagen. Über die besten Vorschläge war dann abgestimmt worden. Und so sind wir stolz das Modul (welches vorher nur MPEM genannt wurde) „Friendship“ nennen zu dürfen.

Außerdem habe ich an diesem Tag im MoonDot-Raumschiff etwas recht Großes ausgepackt, welches beim Weltraumspaziergang am APP-Modul installiert werden soll. Was das für ein toller Gegenstand ist seht Ihr dann beim Weltraumspaziergang. 😉

Missionstag 15 – 06.04.2017: Der erste Weltraumspaziergang der Mission

Heute habe ich meinen längsten Außenbordeinsatz bisher durchgeführt. Und was war das für ein Abenteuer? Natürlich begann der Einsatz mit einem Ausstieg aus der Luftschleuse. Von dort wurde ich vom Kranarm zum ersten Arbeitsplatz gebracht, dem APP-Modul. Dort habe ich ein Adapter montiert. Dies war recht kompliziert da es galt auch Verbindungen für Daten, Strom und flüssigen Stickstoff herzustellen. So benötigte ich auch mehr als 30 Minuten für diese Aufgabe.

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Ich steige aus der Luftschleuse aus.

Als nächste Aufgabe stand an, ein noch geheimgehaltenes Gerät aus der MoonDot-Kapsel zu holen. Das war recht schwierig dann das Gerät passte gerade so durch die große Luke der Kapsel. Für die internen Luken der Station war es sogar zu groß. Darum habe ich das geheimnisvolle Gerät auch direkt aus der Kapsel holen müssen.

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Mit Hilfe des Kranarmes genannt „CanadArm“ werde ich zum nächsten Arbeitsplatz gebracht.

Nach dem Auspacken des mysteriösen Gerätes war es an der Zeit zu zeigen um was für ein Gerät es sich eigentlich handelt. Einer meiner größten Wünsche wurde war: ein Raketenrucksack zum freien Herumfliegen in der Nähe der Station. Der Raketenrucksack hat diverse kleine Düsen welche Stickstoff ausstoßen um den Rucksack und mich zu bewegen.  Menschen hatten auch einmal ein ähnliches Gerät genannt MMU oder eine kleinere Version genannt SAFER, welche bei Außenbordeinsätzen an der Internationalen Raumstation ISS eingesetzt wird. Sie dienen dort für den Fall daß einmal ein Astronaut die Verbindung zur Station via Haltekabel und können den Astronauten zur Station zurückbringen und somit retten. Mein Gerät ist moderner (so kontrolliere ich es mit Worten) und leistungsfähiger und für den normalen Freiflug bestimmt.  So war es dann auch meine Aufgabe den Raketenrucksack zu testen indem ich einmal um die gesamte MoonDotStation herumflog! Und dies war ein richtiger Spaß kann ich Euch sagen. 🙂

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Danach hatte ich die Ehre das „Friendship“-Namensschild am Knotenmodul zu montieren. Da der Rundflug mit dem Raketenrucksack so gut funktioniert hatte erledigte ich diese Aufgabe auch gleich mit Hilfe des Rucksackes. Die Alternative wäre der Transport mit dem Kranarm gewesen.

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Ich präsentiere das „Friendship“-Namensschild während der Außenbordaktivität. Darauf gibnt es nicht nur das Logo der MoonDotStation, sondern auch das Logo vom MoonDotVillage – unserem zukünftigen Projekt.

Wie man sehen konnte gibt es auf dem Namensschild neben dem Logo der MoonDotStation auch das Logo unseres zukünftigen Projektes – dem MoonDotVillage. Ich möchte bekanntlich so eine kleine Siedlung auf dem Mond für mich und meine internationalen Freunde errichten. Die MoonDotStation wird dabei als Zwischenstopp bei der Reise von der Erde zum MoonDotVillage dienen. Man wird dort mit dem Raumschiff andocken können und dann kann man in den Mondlander umsteigen. Der Mondlander kann aufgetankt werden. Die Möglichkeiten sind einzigartig.

MoonDotVillageNew

Ich vor einer Illustration der ESA von einer Vision des internationalen MoonVillages. Mein MoonDotVillage ist von dieser Vision von ESA DG Jan Wörner inspiriert worden.

Aber zurück zum Außenbordeinsatz: Zuguterletzt galt es den Raketenrucksack am zuvor installierten Adapter am APP-Module unterzubringen. Dort wird der Rucksack gelagert werden. Außerdem werden die Batterien des Rucksackes nachgeladen und die Flüssigstickstofftanks aufgefüllt. Das Anschließen des Rucksackes an das Adapter verlief recht problemlos.

Und so war dann mein Außenbordeinsatz nach fast 4 Stunden beendet. Der Einsatz war ein großer Erfolg. Gut daß ich während der Mission einen weiteren Ausstieg habe werde. Darauf freue ich mich jetzt schon!

Hier geht es zu Teil 2 meiner Berichterstattung zu dieser Mission:

https://mausonaut.wordpress.com/die-4-mission-zur-moondotstation-auf-den-weg-in-den-mondorbit-teil-2/

Liveübertragung wie immer auf Twitter: https://twitter.com/Mausonaut

Dabei sind alle Tweets der Mission als Unterhaltung verbunden – jeweils für Deutsch und Englisch. Dies erleichtert die gesamte Mission zu verfolgen.

Die gesamte Missionsberichterstattung begann dann mit diesem Tweet:

Dann hat sich allerdings ein Fehler eingeschlichen und die Missionsberichterstattung wurde bei meinem Andockmanöver an die Station unterbrochen. Weiter ging es dann hier:

Wiederholung ausschließlich auf Deutsch: https://twitter.com/JrAstronautin

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Ein Gedanke zu “Die 4. Mission zur MoonDotStation – auf den Weg in den Mondorbit

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