Altairas Missionslogbuch zu ihrer ersten MoonDot-Mission

[ENG] Mission log in English

03.07.2019

Es ist vollbracht! Ich bin gestern um 18:50 Uhr zu meiner ersten #MoonDot-Mission ins Weltall aufgebrochen! Alles begann mit einem Start vom Weltraumbahnhof Berlin! Und ganz klar, ich habe dabei eine in Europa hergestellte Rakete benutzt: eine Mini-Version der neuen Ariane-6-Rakete der Europäischen Weltraumbehörde ESA gebaut von der ArianeGroup in 13 europäischen Ländern! Hier sind einige tolle Aufnahmen vom Start, welche ich mir auch erst heute anschauen konnte!

EinstiegOrion

Beim Einstieg ins Mini-Orion-Raumschiff hatte ich Besuch von Jess aus Denver. Sie wird bestimmt auch mal eine Astronautin!

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Ich saß ja währenddessen im Orion-Raumschiff an der Spitze der Ariane-6-Rakete und wurde beim Start kräftig durchgeschüttelt, etwas ja ganz normal ist bei so einem Raketenstart! Und dann musste ich ja nach dem Start auch sofort das Mini-Orion-Raumschiff in Betrieb nehmen. Ich war gestern also äußerst beschäftigt! Darum beginnt mein Missionstagebuch auch erst heute! Ich habe jetzt ja ein wenig Zeit, denn ich muß ja im Erdorbit einige Tage warten bis die Oberstufe einer weiteren Ariane-6-Rakete hier eintrifft, um mein Raumschiff nach dem Ankoppeln in Richtung Mond zu schiessen!

OrionErdorbit

So ähnlich sollte mein Mini-Orion-Raumschiff jetzt im Erdorbit aussehen!

So habe ich jetzt die Gelegenheit etwas ausführlicher über den Start der Mission zu reflektieren. Ich war natürlich sehr beeindruckt welche VIP-Gäste zum Start erschienen waren. Besonders toll war es Space-Kadet Jess aus Denver kennenzulernen, auch weil Jess schon am Vorabend meines Starts erschien und ich Ihr so die beiden Ariane-6-Raketen zeigen konnte, welche benötigt werden, damit ich die MoonDotStation überhaupt erreichen kann.

VIPsStart

Die VIP-Tribüne kurz vor meinem Start

Und am Starttag gestern waren dann sogar diverse weitere VIPs zum Live-Anschauen des Starts dabei: Paxi, das Makottchen der ESA für Kinder,  der Papponaut Bob vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR, der All-Bert von der Deutschen Raumfahrtausstellung, ein Starliner-Pilot von Boeing und mein ganz besonderer Freund, der charmante und sehr plüschige Monsieur Ariane 6! Und dann kam noch ein sehr spezieller Gast an nach einem Blitzflug über den Atlantischen Ozean, Perry der MINT-Falke aus Arizona! Er kam direkt während des Countdowns an, weil er sich vorher noch den Test desr Rettungsrakete des Orion-Raumschiffes der NASA in Florida live angeschaut hatte! Da haben wir natürlich auch gerne nochmal den Countdown für seinen Einflug zum Spaceport Berlin unterbrochen. Ich wollte natürlich nicht mit Perry während des Starts kollidieren! Aber alles hat ja bestens geklappt und ich bin gestern um 19:15 Uhr im Erdorbit angekommen und habe danach mein Mini-Orion-Raumschiff in Betrieb genommen.

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Eines meiner ersten Bilder aufgenommen aus dem Erdorbit

Und heute nach einer nicht allzu erholsamen Nacht habe ich dann mal versucht erste Aufnahmen aus dem Erdorbit zu schiessen! Das Resultat ist bescheiden, aber ich verspreche mich zu bessern! Dankeschön.

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Und wi konnte ich dies jetzt fast vergessen: mein ganz besonderes Dankeschön geht natürlich an meinen Lieblingsastronauten der ESA Matthias Maurer. Irgendwie hat er es geschafft die besten Wünsche für die Mission auf meiner Ariane-64-Rakete zu verewigen! Ich bin einfach mal sprachlos!

Eure Altaira

 

04.07.2019

Während ich wieder einen ruhigen Tag im Erdorbit verbracht habe (und dabei natürlich auch oft den Ausblick auf die Erde genossen habe) konnte ich erstmals das gesamte Videomaterial von meinem Start mit der Mini-Ariane-64-Rakete begutachten. Und was soll ich sagen: ich bin echt beeindruckt von der Vorstellung der Mini-Ariane-64-Rakete. Doch seht selbst:

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Ein sehr schön nachgeführte Aufnahme des Starts der Mini-Ariane-64 mit meinem Mini-Orion-Raumschiff an der Spitze!

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Beeindruckende Nahaufnahmen des Abhebens der Mini-Ariane-64

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Fantastische Weitwinkelaufnahmen des gleichen Starts

Man muss auch sagen, dass die Ariane 6 eine optisch sehr schön gestaltete Rakete ist, auch mit dieser ungewöhnlichen Nutzlast an der Spitze, welche bekannt mein Mini-Orion-Raumschiff samt Rettungsrakete ist. So freue ich mich umso mehr auf den Erststart der echten großen Ariane 6 im kommenden Jahr 2020. Die Rakete dafür wird ja gerade von der Firmengruppe ArianeGroup für die ESA in 13 verschiedenen europäischen Ländern gebaut. Der Start wird wie auch für die Ariane-5-Raketen vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou erfolgen. Der riesige Startkomplex (genannt ELA-4) wird dafür gerade fertiggestellt. Da sollte ich doch erwähnen, dass ich im vergangenen Jahr genau diesen sich im Bau befindlichen ELA-4-Komplex besuchen durfte. Meinen Bericht dazu findet Ihr übrigens hier. Der Besuch in Kourou war äusserst interessant, auch weil wir uns den ersten Feststoffboostermotor für die Ariane-6 anschauen konnten. Und ein Video haben wir zu diesem Besuch in Kourou übrigens auch gedreht:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und wer mir jetzt als erster den Namen des Astronauten nennt, welchen man auch desöfteren im Video sehen kann, erhält eine kleines Goodie-Paket! Teilnehmer der Reise sind vom Quiz leider ausgeschlossen, und Einsendeschluss ist am 07.07.2019 um 12:00 Uhr MESZ! Viel Glück!

Nachtrag 11.07.2019: Die Gewinnerin der Quifrage ist Daniela Homolka, welche richtig erkannt hat dass der ESA-Astronaut Matthias Maurer auch an der Reise zum europäischen Raumfahrtbahnhof Kourou teilgenommen hat. Herzlichen Glückwunsch, Daniela! Der Missionsdirektor bereitet die Versendung des Preises vor!

Es war super dass der Matthias Maurer mit in Kourou war – und so konnten wir ihn auch ein wenig kennenlernen: ein supersympathischer und gebildeter Mensch. Da könnte ich auch gleich noch erwähnen, dass wir einen Besuch von Matthias Maurer bei der Raumfahrtfirma OHB in Bremen mitorganisiert haben, um ein tolles Video mit gleich 5 Kinderreportern aufzunehmen! Und diese haben den Matthias Maurer mit interessanten Fragen gerade nur so gelöchert! Doch schaut selbst:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und es wurden noch viele weitere Fragen beantwortet. Ein zweiter Teils des Videos soll noch folgen!

Eure Altaira

 

05.07.2019

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Mein Orion-Raumschiff! Ich lebe in diesen Tagen in der silberfarbenen Kapsel.

Heute war ein spannender Tag, durfte ich doch zum ersten Mal einen kleinen Minisatelliten in Betrieb nehmen. Dieser befindet sich normalerweise an der Aussenwand des Servicemoduls meines Raumschiffes. Dort ist er magnetisch und mit Haken befestigt. Freigelassen wird er durch Lösen der Haken und Deaktivieren des Elektromagneten. Und dann fliegt der Satellit mit Hilfe von Kaltgasdüsen. Ich habe den Satelliten dann so gesteuert, dass er sich in einer Position zwischen Erde und Raumschiff befand.

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Der weisse Teil meines Orion-Raumschiffes mit den 4 Solarzellenauslegern ist das Europäische Service Modul ESM. Es wird bei Airbus in Bremen für die ESA gebaut.

Ohne die Erde im Hintergrund kann man das Raumschiff natürlich besser begutachten. Mit Hilfe der Kamera des Mini-Satelliten habe ich dann Bilder von meinem Raumschiff aufgenommen, um die Aussenhülle des Schiffes auf Anomalien zu untersuchen!

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Nach Ende der externen Inspektion konnte ich das Licht in meiner Kapsel wieder einschalten. So kann man schön die Fenster erkennen.

Aber alles war in Ordnung. Den Minisatelliten habe ich dann wieder zum Servicemodul geflogen, erst magnetisch angedockt und dann die Hakenverbindung geschlossen. Aber schon in der kommenden Woche wird er wieder zum Einsatz kommen: er wird mir dann hilfreiche Bilder vom Andocken an eine noch zu startende Ariane-6-Oberstufe liefern, mit deren Hilfe mein Raumschiff dann in Richtung Mond geschossen wird. Wuhuu!

Eure Altaira

 

08.07.2019

Nach einem ruhigen Wochenende (am Samstag vormittag wird geputzt und danach ist dann Freizeit u.a. mit Beobachten von Erde und Sternen, Fernsehen, Videos, …) sollte es heute eigentlich mit einem intensiven Programm weitergehen. Eine weitere Mini-Ariane-6-Rakete sollte in die gleiche Umlaufbahn starten, in der ich mich mit meinem Raumschiff befinde. Dann sollte ich mein Raumschiff in die Nähe der Oberstufe der gestarteten Ariane 6 manövrieren und andocken, und nach einem kurzen Check der Systeme sollte die Oberstufe ihr Vinci-Triebwerk zünden und mein Raumschiff in Richtung Mond befördern. Doch es kam anders:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufgrund zu starker Höhenwinde wurde der Start verschoben. Diese Höhenwinde scheinen als Startverschiebungsursache in den letzten Jahren zugenommen zu haben. So wurde in diesen Tagen der Start einer Vega-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou schon mehrmals verschoben. Vielleicht haben wir ja morgen mehr Glück mit den Starts – bei der Vega und auch bei unserer Mini-Ariane 6!

Ansonsten warte ich einfach noch länger. Die Vorräte in meinem Raumschiff reichen für 21 Tage!

Eure Altaira

 

09.07.2019

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Die Mini-Ariane-62 kurz vor dem Start zusammen mit dem charmanten Monsieur 6. Er hat auf Twitter erstmals live über den Start berichtet. Da war er wohl ein wenig aufgeregt, denn er hat sich doch einige Male vertippt. Aber halb so wild!

 Yippie! Jetzt geht meine Mission zur MoonDotStation erst so richtig los! Heute wurde nach eintägiger Verzögerung eine weitere Mini-Ariane-6-Rakete vom Weltraumbahnhof Berlin gestartet. Pünktlich um 16:13 Uhr hob die Ariane-62 (die zwei steht dafür dass die Rakete 2 Feststoffraketen hat) ab. Der Startzeitpunkt war auf die Sekunde genau berechnet worden, denn die Rakete bringt eine Nutzlast so genau wie möglich in die gleiche Erdumlaufbahn, in welcher  mein Raumschiff fliegt! Die Nutzlast ist nämlich die Oberstufe der Rakete selbst mit dem verbliebenen Treibstoff.

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Und die Mini-Ariane-62 hebt ab!

Der Start hat sehr gut funktioniert, und ich habe gerade angefangen mit meinem Raumschiff Manöver auszuführen um mich der Oberstufe zu nähern. Gegen 20 Uhr sollte ich sie sehen können und dann mit dem Ankopplungsmanöver beginnen. Wenn dies gut funktioniert werde ich auch noch die Oberstufe überprüfen und gegebenenfalls sogar noch heute in Richtung Mond aufbrechen., indem ich das Vinci-Triebwerk der Oberstufe für gute 4 Minuten zünden werde!

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Die Oberstufe der Ariane-6 in einer Grafik von ArianeGroup, dem Hersteller der Rakete. Ich bin mal gespannt wie die in echt aussieht. Heute abend sollte ich sie sehen – und mehr!

Dies könnt Ihr alles heute abend live auf Twitter verfolgen. Hier berichte ich dann ausführlich morgen darüber, natürlich auch über den Start der Mini-Ariane-6 selbst.

Eure Altaira

 

10.07.2019

Gestern ist ja so Einiges passiert im Umfeld meiner Mission. Die Mission zur MoonDotStation geht praktisch jetzt erst los – bisher war ich in meinem Orion-Raumschiff ja im Erdorbit „gefangen“! Aber gestern um 16:13 Uhr war eine Mini-Ariane-62-Rakete vom Spaceport Berlin abgehoben! Einige wenige Bilder diese Starts hatte ich gestern schon veröffentlicht, aber wir haben natürlich auch Videos von diesem beeindruckenden Start! Und hier sind sie:

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Ein weiterer sehr schöner und beeindruckender Start einer Mini-Ariane-6! Und das war schon der zweite Start einer Mini-Ariane-6 im Rahmen meiner MoonDot-Mission! Wieviele Ariane-6-Starts das wohl noch werden mögen? Ich weiss es selbst nicht bisher! 2, 3, 4, 5, 6 … ? Wer zuerst die richtige Anzahl von Mini-Ariane-6-Starts im Rahmen dieser MoonDot-Mission nennt bekommt einen kleinen Preis. Ihre könnt Eure Schätzung auf all meinen Kanälen abgeben. Die Teilnahme von #MoonDot-Teammitgliedern ist ausgeschlossen!

Wie Ihr sehen konntet war dies eine Mini-Ariane-6-Rakete mit nur zwei seitlichen Feststoffraketen. Daher wird die Ariane-6-Variante auch Ariane-62 genannt. Ich war ja selber mit einer Mini-Ariane-64 – also eine mit 4 Feststoffboostern – vor gut einer Woche gestartet.

Wenige Stunden später konnte ich die gestartete Ariane-6-Oberstufe dann durch die Fenster meines Orion-Raumschiffes sehen:

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Erste Blicke auf die Ariane-6-Oberstufe im All durch die (etwas schmutzigen) Fenster meines Orion-Raumschiffes.

Und dann galt es schnell an diese Ariane-6-Oberstufe anzukoppeln. Und es gelang mir in weniger als einer Stunde. Um 21:13 Uhr hatte ich mein Raumschiff fest an der Oberstufe angedockt!

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Das Andockmanöver im Zeitraffer. Ich komme von links mit meinem Orion-Raumschiff an und fliege auf die Ariane-6-Oberstufe zu! Ein ausgesetzter Mini-Satellit hat diese Aufnahmen geliefert!

Und schon um 22:13 Uhr ging das wichtige Bahnmanöver mit Hilfe der Oberstufe. Ich zündete das Vinci-Triebwerk der Ariane-6-Oberstufe für gute 4 Minuten, um mein Raumschiff auf Kurs zum Mond zu bringen!

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Eine Nahaufnahme der Ariane-6-Oberstufe mit meinem angedockten Mini-Orion-Raumschiff! Diese Kombination sind echt cool aus, oder etwa nicht!

Damit war es dann vollbracht! Ich befinde mich endlich mit meinem Orion-Raumschiff auf dem Flug zum Mond, der ja bekanntlich drei Tage dauert!

Beste Grüsse von Eurer schon sehr aufgeregten Altaira

 

11.07.2019

Ich bin ja schon so aufgeregt! Morgen komme ich beim Mond an. Also, ich werde mit meinem Mini-Orion-Raumschiff in eine Mondumlaufbahn eintreten und dann mich in Richtung MoonDotstation aufmachen! Ankunft an der Station selbst ist dann also am Samstag!

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Die Ariane-6-Oberstufe, welche mein Raumschiff in Richtung Mond gebracht hat, wird dann nicht mehr dabei sein. Ich hatte schon gestern mein Raumschiff von der Stufe abgedockt. Die zusätzliche Masse der Stufe würde beim Manövrieren mit meinem Raumschiff nur stören. Die Oberstufe hat danach übrigens ihr Vinci-Triebwerk nochmals gezündet (ein drittes Mal). Das war notwendig um zu verhindern dass die Stufe unkontrolliert in den Mond kracht. Die Oberstufe befindet sich jetzt in einer sehr stabilen elliptischen Erdumlaufbahn. Und irgendwie habe ich das Gefühl ich werde die Oberstufe noch einmal wiedersehen …

Eure Altaira

 

12.07.2019

Es ist vollbracht! Endlich bin ich mit meinem Orion-Raumschiff in eine Mondumlaufbahn eingeschwenkt! Dazu habe ich das Haupttriebwerk (genannt Orion Main Engine OME) im Europäischen Servicemodul ESM meines Raumschiffes um 20:44 Uhr für gute 4 Minuten gezündet.

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Alles verlief wie geplant – und so bin ich im Mondorbit „gestrandet“. Der Orbit ist ein ganz besonderer und wird „Near-Rectilinear Halo Orbit NRHO“ genannt. Für einen Orbit benötige ich fast 8,5 Tage! Der am weitesten vom Mond entfernte Punkt des Orbits (genannt Perilune) liegt 75000 km vom Mond entfernt und liegt über dem Südpol des Mondes. Der kürzeste Distanz wird mit 2000 km über dem Nordpol des Mondes erreicht! Mit so einer Umlaufbahn erreicht man u.a. dass man die meiste Zeit Sicht- und vor allem auch Funkverbindung mit einem Lander oder einer Station am Südpol des Mondes hat. Und genau dort am Mondsüdpol wollen wir ja unsere kleine Basis genannt MoonDotVillage errichten, denn es gibt dort Wassereis in einigen der Einschlagkrater.

Morgen komme ich dann auch endlich auf der MoonDotstation an! Wie es dort wohl aussieht nach 2 Jahren ohne Besatzung? Das sehen wir dann morgen!

Eure Altaira

 

13.07.2019

Ich bin endlich auf der MoonDotStation angekommen. Nachdem das Annäherungsmanöver an die Station ohne Probleme abgelaufen ist gab es den ersten Kontakt zwischen den Andockringen meines Orion-Raumschiffes und der Station um 18:04 Uhr.

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18:04 Uhr: Der erste Kontakt zwischen den Andockringen des Hauptmoduls der MoonDotStation und meines Orion-Raumschiffes ist hergestellt!

Der Andockring meines Raumschiffes hat allerdings ein hydraulisches Dämpfungssystem, welches erfordert dass der Andockring beim Andocken ausgefahren ist. So können dann eventuelle Schwingen zwischen Schiff und Station mit dem hydraulischen System ausgeglichen werden. 11 Minuten später war dies dann der Fall, und ich konnte den Andockring meines Raumschiffes einziehen, und somit konnte der endgültige Andockprozess beginnen.

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Der Andockprozess im Zeitraffer aufgenommen von einem ausgesetzten Mini-Satelliten! Bei 20 mausonautischen Metern Abstand gab es einen geplanten Haltepunkt zur letzten Überprüfung der Systeme der Station und meines Raumschiffes.

Dies umfasst das Herstellen von weiteren mechanischen Verbindungen (mit Haken) und natürlich auch von elektrischen und Datenverbindungen. Dies kann rund zwei recht langandauernde Stunden dauern!

Und so kam es, dass ich erst um 20:32 Uhr die MoonDotStation betrat. Die Station hatte natürlich alle Kameras auf mich ausgerichtet und auch gleich die Bilder zur Bodenstation gefunkt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim ersten Umsteigen in die Station hatte ich noch meine volle Raumanzugsmontur an! Mausonaut als letzte Besatzung hatte die Station vor mehr als zwei Jahren verlassen, und es könnten sich so einige Keime oder auch Bakterien in der Zwischenzeit vermehrt haben. Darum habe ich auch erstmal Proben aus der Luft genommen, welche ich mit einfachen Tests im Orion-Raumschiff untersuchen werde. Darum habe ich mich auch wieder ins Orion-Raumschiff zurückgezogen und werde auch dort übernachten.

Natürlich überwiegt die Freude endlich auf der Station angekommen zu sein. Die 11-tägige Anreise ist damit beendet und viele neue Abenteuer erwarten mich auf der kleinen aber feinen MoonDotStation!

 

Eure Altaira

 

14.07.2019

Heute kann ich dann endlich in die MoonDotStation einziehen! Gestern hatte ich ja Proben der Luft entnommen und diese dann über Nacht im Orion-Raumschiff analysiert. Das Resultat der Analysen war wie erwartet positiv. Nur eine leichte unbedenkliche Belastung mit einem Schimmelpilz wurde festgestellt. Und ich könnte da so eine Idee haben wie diese Belastung entstanden sein könnte:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber alles ist gut und ich konnte die MoonDotStation heute erstmals ohne Raumanzug betreten – und dies geschah genau um 18:12 Uhr! Dabei trug ich ein sehr spezielles Kleid!

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14.07.2019, 18:12: Ich betrete die MoonDotStation erstmals ohne Raumanzug.

Was es mit diesem sehr metallischen Kleid auf sich hat werde ich Euch dann mal später erzählen. Ich wünsche Euch dann noch einen sehr gelungenen Rest-Sonntag!

Eure Altaira

 

17.07.2019

Da meine Mission ja eine Langzeitmission ist habe ich eine recht ruhige Anfangsphase an Bord der Station – in der mich erstmal eingewöhnen und auch mit Details der Station besser vertraut machen kann.

MPEMmanual

Beim Training zu meinem allerersten Weltraumspaziergang habe ich im Handbuch des Mehrzweckmoduls MPEM über Details der Luftschleuse nachgelesen.

So habe ich heute erste einfache Vorbereitungen für meinen ersten Weltraumspaziergang getroffen. Dies beinhaltete das Üben des An- und Ausziehens meines Raumanzuges. Dies ist schwieriger als man denkt, habe ich doch keine helfende Hand hier oben im Moment.

Ausserdem habe ich mir die Luftschleuse angeschaut und auch im Handbuch des Mehrzweckmoduls MPEM dazu nachgelesen. Die Luftschleuse befindet sich ja in diesem Modul.

Cupola

Hier ist die Cupola – versteckt unter einer weissen Schutzhaube!

Ausserdem findet man im Modul auch eine Aussichtskuppel – genannt „Cupola“ – nach der Kuppel der ISS, welche ja bekanntlich in Italien gebaut wurde und daher auch einen italienischen Namen hat. „Cupola“ bedeutet einfach Kuppel auf Italienisch. Die Cupola der MoonDotStation habe ich natürlich als erstes schon am Montag erkundet und auch meine ersten Bilder dort geschossen.

MondCupola

Eines meiner ersten Bilder aufgenommen aus der Cupola. Die südpolare Gegend des Mondes ist hier zu sehen.

Sonst hatte ich auch ein wenig Zeit die Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum der historischen Apollo-11-Mondlandemission in Deutschland zu verfolgen. Gestern abend gab es dazu im ESOC in Darmstadt eine Veranstaltung – u.a. auch mit meinem Lieblingsastronauten Matthias Maurer. Irgendwie scheint er mich zu verfolgen – hihi! 😉

 

Eure Altaira

 

19.07.2019

Wir haben ein Video mit all den Szenen von meinem beeindruckenden Start mit der Mini-Ariane-64-Rakete für Euch zusammengestellt! Dort könnt Ihr die spannenden Ereignisse im Zusammenhang nochmal bestens nachvollziehen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf  YouTube könnt Ihr das Video in FullHD-Qualität geniessen! Schaut doch mal rein und aboniert bitte auch den YouTube-Kanal vom Missionsdirektor SpaceHolgar! Dankeschön!

Und morgen konzentrieren wir uns auf die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum der ersten Mondlandung in Berlin – dem Mondfest im Zeiss-Großplanetarium! Unser #MoonDot-Team wird vor Ort – außer mir natürlich! Der Flug in eine Richtung allein würde ja schon mindestens 3 Tage dauern, und natürlich auch Trillionen kosten!

Eure Altaira

 

22.07.2019

Das Wochenende war natürlich den Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum der ersten Mondlandung gewidmet. Unser #MoonDot-Team konnte glücklicherweise an den grossartigen Feierlichkeiten im Zeiss-Grossplanetarium Berlin teilnehmen – und dies gleich in zweifacher Hinsicht.

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Unsere Mini-Ariane-6 mit einem ALINA-Lander-Modell neben dem Rover der PT Scientists. Die Ariane-6 und auch den ALINA-Mondlander mussten wir leider um den Faktor 50 schrumpfen!

Zum einem stellten wir unsere Mini-Ariane-6-Rakete bei den PT Scientists aus – zusammen mit einem Mini-ALINA-Lander! Wir werden wohl demnächst die PT Scientists beauftragen einen solchen Mini-ALINA-Lander zu starten um den gewinnbaren Wassergehalt auf dem Mond zu untersuchen – zusätzlich zu unseren eigenen Untersuchungen mit dem MoonDotVillage-Lander! das erhöht die Chancen den besten Platz für das MoonDotVillage zu finden!

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Das MoonDot-Restteam präsentiert die 1:72-SLS-Rakete inklusive Poster auf dem Mondfest. Der Missionsdirektor SpaceHolgar hat übrigens ein interessantes T-Shirt an! 🙂

Und dann hat unser Team auch noch eine beeindruckende Mini-SLS-Rakete beim Mondfest ausgestellt. Und da habe ich gehört dass diese Rakete in der Frachtversion wohl einer der Kandidaten ist um dem Mondlander für meine Landung auf dem Mond zu starten! Das hört sich doch sehr interessant an, oder?

Ich selbst konnte aus bekannten Gründen natürlich nicht am Mondfest in Berlin auf der Erde teilnehmen, aber ich habe natürlich meine Grüsse gesendet:

GrüsseMondfest

Zusätzliche Informationen zum Auftritt unseres MoonDot-Teams auf dem Mondfest findet Ihr auch hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Mondfest war also ein voller Erfolg! Und jetzt wird die Arbeit hier auf der MoonDotStation wieder im vollen Umfang aufgenommen! Wir versuchen gerade die nächsten Starts von Nutzlasten für die Mission zu organisieren. Mehr dazu demnächst!

Eure Altaira

 

26.07.2019

Der nächste wichtige Schritt für den Fortgang des MoonDot-Programmes wurde vollzogen. Am 24.07. um 17:48 Uhr MESZ hob eine Mini-Vega-Rakete vom Spaceport BER bei Berlin ab! Hier sind zwei coole Startvideos:

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Für die Vega-Rakete hat unser Team so eine Startanlage bestehend aus Serviceturm mit Kabelverbindungen zur Rakete, einem Starttisch und darunter einem Flammenumlenkkanal. Cool, oder? Oder besser „hot“? 😉

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An Bord der Vega-Rakete befand sich eine sehr interessante Nutzlast eines Berliner Unternehmens names „Orbit Recycling“! Es ist ein kleiner Satellit, genannt „Orbit Recycling Space Vehicle 1“ (kurz ORSV 1), der mithelfen soll den Weltraum vom Müll zu befreien. Er hat ein spezielles Ziel: die Oberstufe der Ariane-6-Rakete, welche mein Orion-Raumschiff in Richtung Mond geschossen hat. Diese fliegt ja jetzt bekanntlich in einer sehr elliptischen Erdumlaufbahn die fast bis zur Mondbahn reicht. Der Mond könnte die Stufe irgendwann mal einfangen oder ablenken, auch in nicht so erfreuliche Richtungen. Daher ist unser Plan zusammen mit „Orbit Recycling“ diese Oberstufe in einen stabilen Mondorbit zu bringen, z.B. in den Orbit der MoonDotStation. Später könnte man eventuell das Material der Oberstufe wiederverwenden (a.k.a. recycling), sei es hier im Mondorbit oder auch beim Bau unserer kleinen Mondbasis genannt MoonDotVillage.

VegaORSV1launchNC.gif

Das ORSV-1 wird jetzt einige wenige Wochen benötigen, um bei der Ariane-6-Oberstufe anzukommen. Die Vega-Rakete konnte den Satelliten nicht in eine so stark elliptische Bahn wie die der Oberstufe schiessen, dafür ist die Vega-Rakete einfach zu klein. Allerdings ist ORSV-1 mit 4 sehr effektiven Ionentriebwerken ausgerüstet. Diese erzeugen allerdings nicht genug Schub für schnelle Bahnänderungen.  Aber wir haben ja Zeit! 😉

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Die Atlas-V-Rakete für den Versorgungsflug zur MoonDotStation ist bei uns schon vor dem Start der Vega-Rakete mit der ORSV-1-Mission eingetroffen. Jetzt warten wir auf einen Starttermin.

Geduld muss ich auch haben mit dem Start des ersten Versorgungsfluges für meine Mission. Für den Start der Versorgungskapsel haben wir eine leistungsstarke  Version der Atlas-V-Rakete gebucht. Allerdings soll es vorher noch einen Start der großen Atlas-V-Rakete von Florida aus geben. Und dieser Start wurde auf den 8. August verschoben. Einige Tage danach könnte dann unsere Mini-Atlas-V gestartet werden. Das ist soweit auch kein Problem denn ich habe Versorgungsgüter bis zum Ende des Monats hier auf der MoonDotStation. Und bis dahin sollte der Start wohl gelingen! Und bis dahin kann dann auch meinen ersten Weltraumspaziergang durchführen und ansonsten hauptsächlich als Versuchsperson dienen.

Eure Altaira

 

02.08.2019

Endlich kann ich mal wieder etwas hier im Blog berichten. Wir haben die kleine Komplikation, dass das MoonDot-Team auf der Erde ab dem 28. Juli für zwei Wochen ins ESA Space Camp in Spanien umziehen durfte. Das ist eine große Ehre, und dies konnten wir natürlich nicht ausschlagen. Für 200 Kids aus ganz Europa als Teil eines tollen „Space Explorers“-Teams ein MINT-Programm mit Raumfahrtschwerpunkt ausführen zu dürfen macht natürlich viel Spaß, kostet aber auch einiges an Zeit.  Trotzdem läuft mein Programm hier auf der MoonDotStation weiter, natürlich leicht gedrosselt. Und so fand mein erster Ausstieg in den Weltraum dann auch am 31.07. statt.

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Um 15:24 Uhr war es dann soweit. Ich öffnete die Luke der Luftschleuse und stieg hinaus. Das war ein  unglaubliches Gefühl, auch weil die MoonDotStation gerade recht weit vom Mond entfernt war. Es war also recht schwarz um mich herum. Nur in Richtung Sonne war es sehr hell. Darum hatte ich im Helm auch meine goldfarbene Sonnenblende aktiviert. Ich kann herausschauen, man kann mich aber nicht sehen. Ich kletterte langsam zum Manövriereinheit hinüber, der auch oft Raketenrucksack genannt wird. Zuerst hatte ich die Schutzhülle zu entfernen, welche die Einheit für mehr als 2 Jahre geschützt hatte. So lange war ja niemand mehr auf der Station gewesen.

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Daher durfte ich den Raketenrucksack auch erstmal testen, und natürlich auch weil das mein erster Ausstieg überhaupt war.  So flog ich vorsichtig ein wenig um die Station herum und testete Bewegungen in verschiedene Richtungen.

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Und dann flog ich in Richtung MoonDotVillage-Lander. Dort stand meine Hauptaufgabe an. Die Bergung von zwei Kanistern mit Bodenproben vom Mond. Der MondDotVillage-Lander war am 19.4.2018 in der Nähe des Südpols des Mondes gelandet (und dann später wieder gestartet und hier an der MoonDotStation angedockt). Später wurden auf der Mondoberfläche zweimal Bodenproben genommen und darauf analysiert, ob man Wasser daraus herausheizen kann. Das funktionierte gut – wir hatten allerdings basierend auf Daten von Mondorbitern einen höheren Wasseranteil erwartet. Darum werde ich die Bodenproben hier auf der Station weiter untersuchen.

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Nachdem ich die Kanister geborgen hatte und einen auch schon in der Luftschleuse verstaut hatte, flog ich mit dem Raketenrucksack einen Umweg um Bereiche der Station herum welche ich noch nicht gesehen hatte.  Man gönnt sich ja sonst nichts! 😉

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Und dann galt es wieder den Raketenrucksack an der Haltevorrichtung am APP-Modul zu verstauen und auch wieder mit der Schutzkappe zu versehen. Und dann ging es auch schon wieder zurück zur Luftschleuse. Um 18:44 Uhr ging die Luke wieder zu. Mein erster Weltraum-„Spaziergang“ war zu Ende. Ich hoffe es werden noch viele folgen.

Eure Altaira

 

13.08.2019

Endlich kann meine Mission wieder mit voller Power weitergehen, denn das #MoonDot-Bodenteam ist nach dem fantastischen ESA Space Camp wieder zur Heimatbasis zurückgekehrt! So steht dann endlich der Start des Mini-Cygnus-Versorgungsraumschiffes mit einer Mini-Atlas-V-Rakete an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Allerdings musste der Start heute frühzeitig abgesagt und auf morgen verschoben werden. Das Wetter war mit starken Winden und Regenschauern einfach zu schlecht. Hoffentlich haben wir morgen dann mehr Glück! Drückt bitte die Daumen!

Aber es ist wohl auch endlich mal wieder Zeit für eine Preisfrage! Die Frage lautet diesmal: Wieviele Fenster hat mein Mini-Orion-Raumschiff? Die Fenster in den Türen zählen dabei natürlich auch! Wir sammeln die Antworten bis zum 19.08. 12:00 Uhr MESZ (verlängert bis zum 21.08., 22:00 Uhr MESZ) hier, auf Twitter und auf Facebook ein! Wer die Frage richtig beantwortet nimmt dann an der Auslosung des Preises teil! #MoonDot-Teammitglieder sind natürlich wie immer ausgeschlossen! Viel Erfolg!

Eure Altaira

 

15.08.2019

Gestern war es endlich soweit! Das Mini-Cygnus-Frachtschiff konnte endlich gestartet werden. Die wichtige Fracht notwendig für die Fortsetzung meiner Mission hier auf der MoonDotStation ist also unterwegs! Am Montag soll das Schiff hier ankommen, und ich muss es mit Hilfe des Kranarmes einfangen! Aber zurück zum Raketenstart: der Chef hat mal wieder alles gut vorbereitet und konnte dann auch die Starterlaubnis erteilen, auch wenn das Wetter grenzwertig war:

Go4launch.gif

Und um 17:45 Uhr war es dann soweit: die 6 Motoren der Mini-Atlas-V-Rakete wurden gezündet und die Rakete hob in Richtung bewölkten Himmel ab! AtlasVCygnusLaunchNC

Wie immer wurde der Start von mehreren Kameras gefilmt. Zwei Kameras dokumentierten den spektakulären Zündprozess der 6 Motoren:

AtlasVCygnuslaunchCasioPhone.gif

Und zwei Weitwinkelkameras wurden zur Überwachung der Flugbahn eingesetzt! Da muss man aber genau hinschauen denn 6 Motoren erzeugen schon eine Menge Rauch:AtlasVCygnusLaunchGP12.gifCool, oder? Der Chef ist schon ein Meister beim Bau dieser Raketen! Kein Wunder dass der Chef der United Launch Alliance Tory Bruno auf die Bilder vom Start aufmerksam geworden ist und Interesse bekundete diese Modelle auch als Bausätze haben zu wollen! Wie cool ist das denn? Der Chef der Firma welche die realen Atlas-V-Raketen herstellt möchte dass es solche startbaren Modelle auch zu kaufen gibt! Da könnte man neben der Atlas-V-Rakete dann wohl auch die neue Vulcan-Centaur-Rakete bauen und auch einsetzen! Die kann ja noch mehr Nutzlast tragen und z.B. einen kleinen Mondlander oder Teile davon hier zur Station bringen! Und genau sowas suchen wir ja, will ich doch noch in diesem Jahr auf dem Mond landen!

Eure Altaira

 

20.08.2019 

Gestern war es endlich soweit! Der in der vergangenen Woche mit einer Mini-Atlas-V-Rakete gestartete Cygnus-Frachter kam endlich an der MoonDotStation an! Wie Ihr noch sehen werdet ist die Fracht wirklich notwendig für die Fortführung meiner Mission hier auf der Station.

CygnusCloser

Das Mini-Cygnus-Frachtschiff im Anflug auf die MoonDotStation.

Der Frachter hatte sich langsam und vorsichtig der Station angenähert wie Ihr in diesem Zeitraffer sehen könnt:

CygnusArrivalPhase1

Dann legte er nochmals einen Stopp ein, um nochmals alle Systeme des Frachtschiffes und auch der Station auf ihre Bereitschaft für das kommende kritische Einfangmanöver überprüfen zu können. Aber alles war bereit und so näherte sich der Frachter weiter der Station an:

CygnusArrivalPhase2

Als der Frachter dann in Einfangdistanz angekommen war habe ich aus der Cupola der Station heraus den Kranarm aus Kanada gesteuert und damit vorsichtig das Frachtschiff eingefangen! Das sieht leichter aus als es ist! Wenn den Stutzen für den Greifarm nicht optimal trifft könnte das Schiff zu driften beginnen. Mit viel Konzentration habe ich das Einfangmanöver erfolgreich beendet – um 19:44 Uhr hing das Schiff am Greifarm!

StationAfterCygnusArrivalSquarebest

Die MoonDotstation in der neuen Konfiguration nach der Ankunft des Cygnus-Frachters. Alle Andockpunkte sind somit gegenwärtig belegt.

Anschliessend wartete ich ein wenig um eventuell vorhandene Spannungen im Kranarm-Transportschiff-Gespann abklingen zu lassen, um dann das Transportschiff fest mit dem Andockstutzen des „Friendship“-Moduls zu verbinden. Dies war dann um 20:37 Uhr geschafft! Damit war dann auch der letzte Andockstutzen der Station besetzt! Die Station ist damit so groß wie nie zuvor! Wuhuu!

 

Eure Altaira

 

22.08.2019 – Missionstag 52:

Ereignisreiche Tage liegen hinter mir! So konnte ich gestern erstmals das angekommene Cygnus-Frachtschiff betreten – oder besser gesagt hineinschweben! Recht eng war es, denn die Druckkapsel ist ja doch recht klein mit 3 Metern Außendurchmesser!

InsideCygnus1

Ich schwebe in die Cygnus-Kapsel ein

 

Gleich ins Auge fiel mir dabei natürlich der leuchtend blaue Wasserschlafsack. Der ist sehr wichtig damit ich hier überhaupt länger auf der Station bleiben kann, schützt er mich doch im Schlaf gut vor der schädlichen Strahlung hier im All, also viel besser als die bisher benutzte Schlafsocke jedenfalls! Die Schlafsocke ist damit also Geschichte, und ich kann hier viel länger bleiben bevor ich einer zu hohen Strahlendosis ausgesetzt bin. Und das ist Voraussetzung für die anvisierte Mondlandung noch in diesem Jahr!

Insidecygnus2

Als erstes barg ich den blauen Wasserschlafsack aus dem Cygnus-Transporter, denn der ist wichtig für meine Gesundheit!

Und natürlich habe ich beim Entladen auch an die bestellten frischen Lebensmittel wie Gemüse und Obst gedacht. In der entsprechenden Kiste fand ich dann allerdings riesige Burger, Pommes Frites und Eis. Da ist wohl etwas schief gelaufen. Wir versuchen dies noch aufzuklären! Komische Sache.

InsideCygnus3

In der Kiste mit dem frischen Lebensmitteln fand ich Burger – u.a.?!?

In der Nacht kam dann auch gleich der vor Strahlung schützende weil mit Wasser gefüllte neue Schlafsack zum Einsatz. Dies war erstmal etwas ungewöhnlich aber ich werde mich schon darauf einstellen!

WaterSleepingBag

Die Zeit der Schlafsocke ist vorbei! Ab jetzt wird im Wasserschlafsack geschlafen, denn der schützt gut vor der Strahlung im Weltraum.

 

Am heutigen Donnerstag haben wir dann eines der Rätsel der Mission gelöst. Am 24. Juli hatten wir ja eine Vega-Rakete vom Spaceport Berlin gestartet – mit einer ominösen Nutzlast genannt ORSV-1.

Satzoom

Der ORSV-1-Satellit in der Nahansicht – mit 2 großen Solarzellen, 2 Schwenkarmen mit jeweils 2 Ionentriebwerken und dem Lanzensystem zum „Andocken“ an dem Vinci-Triebwerk der Ariane-6-Oberstufe!

ORSV steht übrigens für „Orbit Recycling Space Vehicle“ und ist ein innovativer Satellit der Firma Orbit Recycling aus Berlin. Die Firma möchte endlich damit beginnen den Weltraum von Weltraumschrott zu befreien, und diesen Schrott auch gleich noch zu verwerten. Das finden wir super und darum testen wir auch einige der Ideen hier in unserem kleinen Universum -natürlich mit der Hoffnung das dies auch im großen Universum der Menschen umgesetzt wird.

ORSV1captures1stA6US

ORSV-1 fliegt auf die Ariane-6-Oberstufe zu und verankert die Lanze im Triebwerk der Oberstufe. Die schwarze Düse des Oberstufentreibwerks sind man nicht so gut.

So hat der erste ORSV die Aufgabe zu testen, ob man mit Hilfe einer speziellen Lanze eine Raketenoberstufe einfangen und danach in einen anderen Orbit bringen kann. Den Einfangprozess haben wir heute getestet, und alles lief bestens. ORSV-1 näherte sich der ausgewählten Ariane-6-Oberstufe langsam automatisch an und schob dann die Lanze vorsichtig in die Düsenöffnung des Vinci-Oberstufentriebwerkes. Beim Erreichen der Triebwerksbrennkammer entfaltete sich dann ein kleiner Anker an der Spitze der Lanze – und schon war eine Verbindung zwischen ORSV-1 und der Oberstufe hergestellt. Um das Ganze stabiler zu machen entfaltete sich dann noch eine Art Springfeder in der Triebwerksdüse bis sie die Düsenwände erreichte. Dies war dann heute um 18:39 Uhr vollbracht. Was für eine erfolgreiche Aktion.

Zoom2

Das ORSC-1/Ariane-6-Oberstufe-Gespann in der Nahansicht. Mit Hilfe des Ionenantriebs von ORSV-1 geht es jetzt langsam in Richtung Mondorbit voran.

In der Nacht werden dann noch einige Tests und Checks durchgeführt. Wenn mit dem Gespann alles in Ordnung ist können dann hoffentlich morgen die vier Ionentreibwerke von ORSV-1 gezündet werden – und damit beginnt die Reise in den Mondorbit. Wir werden die Oberstufe in der Nähe der MoonDotstation vorübergehend parken. Das eigentlich Ziel ist aber die Mondoberfläche. Dort wollen wir nämlich das hochwertige Aluminium der Oberstufe beim bei des MoonDotVillage verwerten! Ist das nicht eine coole Idee von Orbit Recycling?!

Eure Altaira

 

30.08.2019 – Missionstag 60:

AltairaBeforeEVA2

Kurz vor Beginn meines zweiten Aussenbordeinsatzes

Gestern habe ich meinen 2. Weltraum-„Spaziergang“ absolviert. Und das war wahrlich kein Spaziergang, sondern harte und auch schweisstreibende Arbeit. Um 17:10 Uhr verliess ich dazu die Luftschleuse der @MoonDotStation:

EVA2AltairaEgressGif

Mit dabei hatte ich ein spezielles Werkzeug – eine Halterung für ein Schwungrad! Meine Aufgabe bei diesem Ausstieg ins All war es nämlich ein defektes Schwungrad der Station mit einem neuen Schwungrad mitgebracht als externe Nutzlast des Mini-Cygnus-Frachtschiffes zu ersetzen! Und diese Halterung ermöglicht es ein Schwungrad zu halten und mit dem Kranarm der Station zu transportieren. Und darum war meine erste Aufgabe auch diese Halterung vom Kranarm ergreifen zu lassen!

Seq1e

Ich befestige die Spezialhalterung für ein Schwungrad am Kranarm der Station

Danach verband ich meinen Raumanzug noch mit der Manövriereinheit der Station – auch als Raketensack bekannt. Der Kranarm war ja schon besetzt und konnte mich seiner Hilfe also nicht umherbewegen! Aber mit dem Raketenrucksack geht es ja auch bestens – und macht auch noch jede Menge Spaß! Und so flog ich dann mit dem Rucksack zum neuen Schwungrad – montiert an der Außenwand des Mini-Cygnus-Frachtschiffes, wie Ihr am Anfang dieser Sequenz sehen könnt:

EVA2AltairaLongseq

Und dann seht Ihr auch noch Folgendes:

  • ich entferne die kupferfarbene Schutzkappe des neuen Schwungrades
  • das neue Schwungrad wird abmontiert und auf der Halterung am Kranarm befestigt
  • dann fliege ich zum Montageort für das Schwungrad am APP-Modul und entferne die goldfarbene Schutzkappe
  • ich entferne das defekte Schwungrad und bringe es zum Cygnus-Frachtschiff, wo ich es an der Außenwand befestige und auch die kupferfarbene Schutzkappe drüberstülpe
  • dann fliege ich wieder zum Montageort am APP-Modul und montiere dort das neue Schwungrad, welches mir vom Kranarm gereicht wurde
  • dann bringe ich die goldene Schutzkappe über dem neu montierten Schwungrad an
  • und dann geht es zurück zu anderen Seite der Station.

Die ganze Aktion hat fast wir Stunden gedauert, auch weil es recht eng an den Montageorten war und ich daher nur sehr vorsichtig umherfliegen konnte! Die Montagearbeiten selbst waren übrigens recht leicht, da das gesamte Schwungradsystem auch für den Austausch im Weltall ausgelegt ist!

Zum Schluss musste ich dann noch ein wenig aufräumen. Es galt die Halterung vom Kranarm in Empfang zu nehmen und wieder in der Luftschleuse zu verstauen. Und natürlich musste ich auch noch den Raketenrucksack wieder am APP-Modul parken. Die Schutzhülle habe ich diesmal nicht über den Raketenrucksack gestülpt, da mein nächster Außenbordeinsatz spätestens in 2 Wochen geplant ist!

EVA2AltairaEndSeq.gif

Um 21:59 Uhr war es dann soweit: Ich verschwand wieder in der Luftschleuse und die Lucke wurde geschlossen. Damit war nach langen 4 Stunden und 49 Minuten der bisher längste Weltraumspaziergang in der Geschichte des MoonDot-Programmes zu Ende gegangen! Was für ein großartiger Erfolg!

Und eine Überraschung gab es auch noch! Unser Misssionsdirektor hat Papiermodelle des Orion-Raumschiffes von der NASA in Houston erhalten:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Cool oder? Und was hat das mit meiner #MoonDot-Mission zu tun? Erstens fliege ich natürlich selbst mit einem Orion-Raumschiff – natürlich kein Papiermodell – und zweitens: das wird noch nicht verraten! Ich sage mal nur #AufzumMoonVillage ! 🙂

 

Eure Altaira

 

2. September 2019 – Missionstag 63:

Es galt Abschied von einem guten Freund zu nehmen – dem Papponauten Bob aus Bremen. Er hatte am 1. September seinen Rückzug vom Twitter-Kanal erklärt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und dabei war er ja noch Gast bei meinem Start am 2. Juli gewesen! Da habe ich ihm natürlich alls Gute gewünscht und mich bedankt. Eigentlich hatte ich ja gehofft dass er mich mal auf der Station besucht! Aber so kam es anders! So ist das Leben!

 

3. September 2019 – Missionstag 64:

Heute gab es dann gute Nachrichten. Das Berliner Raumfahrt-Start-up-Unternehmen PTScientists (jetzt wohl Planetary Transportation Systems genannt) hat einen Investor gefunden und kann seine Mondlandepläne fortführen. Toll!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da hat unser Missionsleiter dann doch gleich mal gratuliert! Und gibt es in dem Tweet etwa einen Hinweis zu unserem nächsten Raketenstart? 🤔

Eure Altaira

 

05. September 2019 – Missionstag 66:

Dies scheint wohl die Woche der Ankündigungen zu sein. Wir haben unsere fast unglaublichen Pläne bekanntgeben wie ich noch in diesem Jahr auf dem Mond landen soll. Das war möglich da wir das Schlüsselelement gefunden haben um auch mit unseren mittelgroßen Raketen bedeutende Nutzlasten zur MoonDotStation fliegen. Dazu werden wir praktisch gesehen eine zusätzliche Transferstufe einsetzen – genannt „MOON CRUISER“ .

AMC_MoonLander

Der Moon Cruiser (links) beim Transportieren eines Mondlanders. Er könnte aber auch ein Frachmodul, eine Tankmodul oder ein neues Modul zur MoonDotStation transportieren. (Bild: Airbus DS)

Der Moon Cruiser ist praktisch gesehen eine vereinfachte Version des Europäischen Servicemoduls ESM für das Orion-Raumschiff, und wird natürlich auch von Airbus Defence & Space gebaut wie auch das ESM.

Und hier geht es dann zu unseren kühnen Mondlandeplänen:

 

Außerdem hat die Raumfahrtfirma OHB in Bremen endlich den zweiten Teil des im Rahmen der Zukunfstflieger-Initiative des BDLI aufgenommenen Kinderreportervideos mit dem ESA-Astronauten Matthias Maurer veröffentlicht! Das habe ich auf meinem Twitter-Kanal natürlich auch beworben:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Man erinnere sich dass unser #MoonDot-Team diesen Videodreh mitinitiiert hatte und auch beim Dreh im Monat Mai mit dabei war.  Das war super mitzuerleben und hat einen Menge Spass gemacht.

Eure Altaira

 

11.09.2019 – MoonDot-Missionstag 72:

Heute melde ich mich auch mal wieder hier im Missionslogbuch. Das Schweigen in den vergangenen Tagen hatte hauptsächlich einen Grund: die Geschehnisse rund um die Landung des indischen Mondlanders genannt „Vikram“. Leider gab es dabei Probleme beim finalen Landeanflug. Das hat unser #MoonDot-Team nochmals deutlich an die Probleme bei der 1. Mondlandung unseres MoonDotVillage-Landers im vergangenen Jahr erinnert, bei unserem Lander günstigerweise mit erfolgreichem Ausgang auch trotz zweimaligem Kontaktverlust während des Abstiegs zur Mondoberfläche.

MDSportraitMDVLandergekennzeichnet

Der kleine MoonDotVillage-Lander ist gegenwärtig an der MoonDotstation angedockt.

Wir werden diese Anomalien gesehen bei der 1. Landung des MoonDotVillage-Landers und die dann angewandten Softwareverbesserungen nochmals überprüfen, wollen wir doch unbedingt eine erfolgreiche 2. Landung gewährleisten.  Das hat zur Folge dass ich nicht wie eigentlich geplant morgen aus der Station zum dritten Mal aussteigen werde, um den MoonDotVillage-Lander zu betanken und für die 2. Landung fertig zu machen. Dies könnte jetzt frühestens in der kommende Woche geschehen, könnte aber auch bei Bedarf noch länger dauern.

Positivere Nachrichten gab es von anderer Seite: Der ORSV-1-Satellit mit einer Ariane-6-Oberstufe im Schepptau ist heute mit Hilfe seiner 4 Ionentriebwerke in einen weiten Mondorbit eingeschwenkt, einem Orbit recht ähnlich dem der MoonDotStation. Jetzt nähert sich das Gespann langsam der Station an und wird dann in einigen hundert Metern Abstand zur Station vorübergehend parken! Das werden werde ich hier von der MoonDotStation dann auch sehen können!

Zoom3

Der ORSV-1-Satellit (rechts) kurz nach dem Einfangen der Mini-Ariane-6-Oberstufe (links) am 22. August. Bald wird man dieses Gespann auch von der MoonDotStation aus sehen können.

 

Und wenn wir dann den Ort für das MoonDotVillage letztendlich festgelegt haben, werden wir die Ariane-6-Oberstufe dort in der Nähe nicht superweich landen lassen – aber in einem Zustand dass man sie noch wiederverwerten kann. Dabei geht es uns hauptsächlich um das Aluminium der Treibstofftanks und der Struktur der Oberstufe! Das ist nämlich ein wertvoller Rohstoff welchen man sehr gut zum Bau des MoonDotVillages benutzen kann. Aber dazu erzählen wir Euch dann später mehr!

Eure Altaira

P.S.: Der angedachte Zeitplan für meine Landung auf dem Mond ist von der Verschiebung der 2. Landung des MoonDotVillage-Landers übrigens nicht betroffen. Der Lander ist ganz anders aufgebaut und hat viele weitere Sicherungen eingebaut. Und dann gibt es ja auch noch eine zusätzliche Absicherung genannt Handsteuerung! 😉

 

13.09.2019 – MoonDot-Missionstag 74:

ORSV1A&USArrivalCupolaZoom

Der ankommende ORSV-1-Satellit mit der Ariane-6-Oberstufe im Schlepptau gesehen durch das zentrale Fenster der Cupola der MoonDotStation

Am gestrigen Abend ist der ORSV-1-Satellit von Orbit Recycling mit der eingefangenen Ariane-6-Oberstufe in der Nähe der MoonDotStation eingetroffen und verharrt jetzt in der Parkposition in einigen hundert Metern Abstand zur Station. Die Annäherung dieses Gespanns habe ich natürlich aus der Cupola verfolgt und auch einige Fotos aufgenommen.

ORSV1A&USArrivalCupola

Mein Blick aus der Cupola beim Ankunft von ORSV-1 und Ariane-6-Oberstufe. In diesem Weitwinkelfoto kann man auch den Mond in mehr als 75000 km Abstand erkennen.

Die Parkposition des Gespanns ist nur vorübergehend, wollen wir doch eigentlich die Ariane-6-Oberstufe beim Aufbau des MoonVillages wiederverwerten. Hauptsächlich geht es uns dabei um die rund 4 Tonnen hochwertigen Aluminiums, aus welchem die Treibstofftanks und auch die Hauptstruktur der Ariane-6-Oberstufe bestehen. Da wir allerdings den Ort des MoonDotVillages noch nicht festgelegt haben parken wir die Oberstufe erstmal hier in der Nähe der Station. Und lasst mich mal soviel sagen: dies ist erst der Anfang! 😉

AltairameetsInsaILA

Ein Foto von meinem Treffen mit Insa auf der ILA 2018. Der charmante Monsieur Ariane 6 war auch mit dabei!

Am Abend habe ich mir dann noch den Auftritt der zukünftigen Astronautin Insa Thiele-Eich im Neomagazin Royale mit diesem Böhmermann-„Clown“ angeschaut. Die Sendung musste ich vorher bestellen, denn Fernsehempfang gibt es hier an Bord der Station nicht so wirklich. Die Insa war wie immer super drauf (ich hatte Sie im vergangenen Jahr auf der ILA in Berlin kennenlernen können) – und der Böhmermann hat es nicht versaut sage ich jetzt mal. In der eigentlichen Sendung war der Auftritt von Insa recht kurz, aber es gab dann noch „Nachschlag“, und den solltet Iht Euch unbedingt hier anschauen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Viel Spass und guten Appetit! Und keine Angst: Tubenessen auf der ISS und auch auf der MoonDotStation ist inzwischen eher die Ausnahme!

 

19. September 2019 – Missionstag 80:

EVAbegins

Kurz vor dem Beginn des Ausstiegs. Ich trage die Betankungsvorrichtung.

Gestern konnte ich meinen 3. Weltraum-„Spaziergang“ erfolgreich durchführen. Dabei habe ich während des 3-stündigen Ausstieges den MoonDotVillage-Lander betankt.  Dieser Lander ist ja bekanntlich wiederverwendbar und benötigt für seine 2. Landung auf dem Mond neuen Treibstoff. Und dieser wurde mit dem Mini-Cygnus-Frachtschiff in zwei externen Tanks geliefert.

AltairaEVA3fullseq.gif

Der gesamte dreistündige Aussenbordeinsatz zum Betanken des MoonDotVillage-Landers im Zeitraffer. Die Selfieszenen haben wir aber mal entfernt.

So musste ich nur die Tanks des MoonDotVillage-Landers mit denen des Cygnus-Frachtschiffes verbinden. Am Frachtschiff gab es dazu auch die entsprechenden Pumpen. An jedem der zwei Tanks (einer für den Brennstoff und einer für den Oxydator) gab es dazu eine Pumpe, denn Brennstoff und Oxydator dürfen ja nicht in Kontakt kommen. Insgesamt war dies also eine recht einfache Aufgabe, auch weil das Umpumpen pro Tank jeweils 40 Minuten dauerte. In diesen „Pausen“ habe ich dann auch mal versucht Selfies aufzunehmen, bei denen ich auf den Mini-Satelliten mit Hilfe meiner Manövriereinheit MMU zugeflogen bin. Beim zweiten Mal habe ich dann sogar die goldenen Sonnenblende vorsichtig vom Helm geklappt damit man mal mein Gesicht erkennen kann.

AltairaInFrontSharp.jpg

Ich vor der MoonDotStation. Das ist die einzige Aufnahme in der ich scharf getroffen wurde. Ansonsten hat die Kamera des Satelliten die MoonDotStation im Hintergrund fokussiert.

Diese Selfie-Aufnahmen sind ganz gut geworden – auch wenn die Kamera des Satelliten Probleme beim Fokussieren hatte. Zumindest ist dies eine neue Möglichkeit coole Selfies aufzunehmen.

CIMG1253atwzoomseqB2

Ein weiteres Selfie, diesmal mit weggeklappter Sonnenblende.

Der MoonDotVillage-Lander ist jetzt praktisch wieder einsatzbereit. Allerdings haben wir die Überprüfung der Navigationssoftware für die Landung noch nicht abgeschlossen. Es könnte also noch etwas dauern mit der 2. Landung! Falls es noch länger dauern sollte bereiten wir eine Zwischenlösung vor, da wir demnächst bekanntlich Andockstellen  an der MoonDotStation benötigen.

Eure Altaira

 

25. September 2019 – Missionstag 86:

Auf der Erde bereitet das MoonDot-Team einen weiteren Raketenstart vor – insgesamt schon den 5. Raketenstart im Rahmen meiner spannenden Mission im mondnahen Raum. Eine Mini-Ariane-64-Rakete soll dabei den ersten Mini-MoonCruiser starten – eine neue Transfereinheit von dem Unternehmen Airbus basierend auf dem Europäischen Servicemodul ESM für das Orion-Raumschiff der NASA. Es ist praktisch eine schlanke Version des ESM mit geringerer Masse – um dann mehr Nutzlast transportieren zu können, z.B. vom Erdorbit zur MoonDotStation im hohen Mondorbit wie in diesem Falle, oder auch von der MoonDotStation selbst in einen niedrigen Orbit.

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Der MoonCruiser montiert auf der Oberstufe der Mini-Ariane-6-Rakete (rechts).

Bei diesem Testflug wird der MoonCruiser ein Modul eines weiteren internationalen Partners zur MoonDotStation transportieren. Zu diesem neuen Modul gibt es dann im Verlauf der Mission weitere Informationen.

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Die Plakette mit der Widmung für den kürzlich verstorbenen ersten deutschen Raumflieger Sigmund Jähn an der Oberstufe der Mini-Ariane-6-Rakete.

Die Mini-Ariane-64-Rakete wird beim morgigen Start auch eine spezielle Widmung tragen. An der Oberstufe ist eine Plakette zu Ehren des Lebens des ersten deutschen Raumfliegers Sigmund Jähn angebracht, welcher leider am 21.09.2019 unseren Planeten für immer verlassen hat. Ich selbst hatte die Ehre Sigmund Jähn im vergangenen Jahr bei den Feierlichkeiten zum 40. Jubiläum seines Starts mit einer Sojus-Rakete des sowjetischen Interkosmos-Programmes in seinem Geburtsort Morgenröthe-Rautenkranz zu begegnen. Ich konnte ihn dabei als bescheidene, aber dennoch sehr beeindruckende Persönlichkeit kennenlernen. Genauso ging es auch meinem Chef SpaceHolgar – und dies bei mehreren Begegnungen. Er hatte auch die Idee Sigmund Jähn mit dieser bescheidenen Plakette an der Mini-Ariane-6-Rakete zu ehren, und dies unterstütze ich natürlich sehr.

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Der kleine All-Bert (links) am Fuße der Atlas-V-Rakete mit einem Starliner-Raumschiff an der Spitze (rechts). Mit dieser Rakete wird er im Oktober in Richtung MoonDotStation aufbrechen.

Ausserdem hat unser Team (in  Form des plüschigen Monsieur Ariane 6) auch die nächste Besatzung für einen Flug zur MoonDotStation im Oktober bekanntgegeben. Es ist der kleine „All-Bert“, das Maskottchen der Deutschen Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz, dem Geburtsort von dem gerade erwähnten Kosmonauten Sigmund Jähn. Er wird im Verlaufe des Oktobers in einer Mini-Starliner-Kapsel mit Hilfe einer Mini-Atlas-V-Rakete in Richtung MoonDotStation aufbrechen, um mich hier zu besuchen und mir auch hilfreich zur Hand zu gehen. Darauf freue ich mich natürlich ganz besonders. Ihr doch hoffentlich auch! 😉

Eure Altaira

 

02. Oktober 2019 – Missionstag 93:

Endlich komme ich dazu mal wieder etwas in mein Missionslogbuch zu schreiben. Ich bin recht beschäftigt hier auf der MoonDotStation, und das MoonDot-Team auf der Erde noch viel mehr. Diese in den vergangengen Tagen beim DLR in Lampoldshausen, bei Raketenmodellbau Klima und auch noch bei der ESA in Darmstadt zu Besuch gewesen. Es galt wirklich spannende neue Aktivitäten vorzubereiten.

Wir schauen aber erstmal noch auf die Ereignisse der vergangengen Woche zurück. Am 26. September um 17:42 Uhr geschah folgendes:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Mini-Ariane-6-Rakete startete vom Spaceport Berlin mit dem ersten Mini-MoonCruiser an Bord in einen vorübergehenden sehr elliptischen Erdorbit. Da der MoonCruiser ein neues Vehikel ist wurden dort in den vergangenen Tagen unfangreiche Tests durchgeführt. Ich kann mittteilen, dass dabei keine wesentlichen Probleme festgestellt worden sind. Und so kann der MoonCruiser dann wie geplant am Freitag seine Reise in den Mondorbit beginnen und dann Anfang der kommenden Woche hier eintreffen. Da bin ich ja schon mal gespannt.

Natürlich habe ich für Euch auch noch diverse wie immer äusserst beeindruckende Aufnahmen vom Start der Mini-Ariane-6-Rakete aus verscheidenen Winkeln. Und hier sind sie:

A64MC1launchNCveryshortgif.gif

 

A64MC1launchPhoneCasiogif.gif

 

A64MC1launchGP12gif.gif

 

Dies war mal wieder ein sehr toller Start, oder? Und der Start fand auch an einem besonderen Tag statt. Am 26. September 2015 wurde nämlich mit dem Hauptmodul der MoonDotStation das erste Modul dieser Station überhaupt gestartet – und dies mit einer Mini-Ariane-5-Rakete:   MDS1launchgif.gif

Cool, oder? Falls Ihr mehr über diesen Start lesen möchtet dann schaut doch mal hier vorbei! Dort könnt Ihr auch nachlesen wie die Geschichte der MoonDotStation vor vier Jahren begann. Viel Spaß!

 

Eure Altaira

 

04. Oktober 2019 – Missionstag 95:

MoonCruiserToTheMoon

Der erste Mini-MoonCruiser ist jetzt endlich in Richtung MoonDotStation unterwegs! Bild: Airbus

Heute hat der erste Mini-MoonCruiser erfolgreich ein wichtiges Bahnmanöver absolviert, welches ihn in Richtung Mond befördert. Am kommenden Montag wird er dann in den Mondorbit einschwenken und sich dann langsam der MoonDotStation annähern. Am Dienstag sollte er dann hier ankommen – und dann wird man zum ersten Mal auch das noch geheime Modul sehen können, welches der MoonCruiser mitführt.

PlaymobilLuca

Ist er nicht süss – der Mini-Luca Parmitano? 😍 Bild: Playmobil/ESA/ASI

 

In der Woche habe ich beim Durschstöbern von ESA-Informationen zufälligerweise entdeckt, dass es ein neues Besatzungsmitglied auf der ISS gibt: eine Mini-Version von ESA-Astronaut Luca Parmitano! Wie cool ist das denn? Falls es Mini-Luca mal langweilig an Bord der ISS werden sollte ist hier auf der MoonDotStation natürlich immer ein Platz frei!

Eure Altaira

 

13. Oktober 2019 – Missionstag 104:

Wieder liegt eine spannende Woche hinter mir. Es ist so einiges passiert – im positiven wie auch leider schon wieder etwas nicht so positives. Am Dienstag (8.10.) kam so endlich der erste MoonCruiser hier bei der MoonDotStation an – und legte nicht an – alles wie geplant.

Das Abbrechen des Annäherungsmanövers des MoonCruisers an die MoonDotStation funktionierte wie geplant.

Bei der ersten Ankunft eines neuen Vehikels führen wir nämlich immer einen Test aus, ob ein manueller Abbruch des Annäherungsmanövers auch funktioniert. So war es auch diesmal. Als der MoonCruiser noch gute 10 Meter von der Station entfernt war drückte ich den entsprechenden grossen roten „Abort“-Knopf. Und alles funktionierte wie erwartet: der MoonCruiser drehte wieder ab und parkte im Sicherheitsabstand.

MoonCruiserPortrait

Bei der Annährung des MoonCruisers an die Station wurde dann auch das Geheimnis um die Nutzlast des MoonCruisers gelüftet: ein Knotenmodul aus Russland mit dem Namen „Lunar Mission Support Module“ LMSM wurde zur MoonDotStation transportiert.

Bei diesem Manöver war dann auch das vom MoonCruiser transportierte Modul erstmals sichtbar – ein Knotenmodul aus Russland genannt „Lunar Mission Support Module“ – kurz LMSM. Mit diesem Modul werden wir wieder freie Andockmöglichkeiten an der Station haben – die es ohne das Modul ja nicht mehr gab.

 

Ready4dockingbest

Das Mini-Cygnus-Frachtschiff hängt am Roboterarm der Station, welchen ich aus der Cupola bediene. Damit war ein Andockstutzen an der Station frei für den MoonCruiser mit dem LMSM-Vehikel.

Und so musste dann am Mittwoch (9.10.) vor dem Andockmanöver des MoonCruisers erstmal ein Andockpunkt an der Station freigemacht werden. Dazu habe ich das Mini-Cygnus-Frachtschiff mit Hilfe des kanadischen Roboterarmes von der MoonDotStation entfernt – aber auch im (Roboterarm-)Griff behalten – und schon war eine Andockstelle für den MoonCruiser mit dem russischen LMSM-Vehikel frei.

 

MoonCruiser1Docking

Das Andocken vom MoonCruiser und LMSM an der MoonDotStation im Zeitraffer bei leider nicht ganz so optimalen Beleuchtungsbedingungen.

Das Andockmanöver verlief dann auch ganz unspektakulär vollkommen automatisch ab, da der MoonCruiser mit einem verbesserten Andocksystem vom ESA-Raumfrachter ATV ausgerüstet ist. Andockzeitpunkt war um 19:33 Uhr MESZ am 9.10. Anschliessend wurde dann die permamente Verbindung zwischen LMSM und dem „Friendship“-Modul der Station hergestellt – natürlich auch elektrische Verbindungen und Datenverbindungen. Dies war wichtig für den nächsten Schritt der Prozedur – das Verbinden des Mini-Cygnus-Frachtschiffes mit dem LMSM:

CygnusBerthing2

Der Mini-Cygnus-Frachter wird mit dem neu angekommenden LMSM-Vehikel aus Russland verbunden.

Wir wollen dieses Cygnus-Frachtschiff auch noch in der Zukunft nach dem Ende der eigentlichen Mission verwenden – und das nicht nur hier bei der MoonDotStation. Darum musste ich das Frachtschiff wieder mit der Station verbinden.

 

MDSnewconfigbest

Dies ist die grösste Konfiguration der MoonDotStation bisher. Vorne kann man gut den MoonCruiser erkennen, welcher via dem LMSM-Knotenmodul mit dem Friendship-Modul verbunden ist.

Mit dem Ankoppeln von LMSM und MoonCruiser wurde die grösste Konfiguration der MoonDotStation bisher erreicht. Die MoonDotStation besteht somit aus folgenden Komponenten: … ???

Ich kenne die Antwort natürlich, aber kennt Ihr sie denn überhaupt? Hiermit erkläre ich diese Frage zur 3. Quizfrage im Rahmen meiner Mission. Ihr könnt auf allen Kanälen (Twitter, Facebook und hier im Blog) antworten. Dafür habt Ihr bis zum 23.10. um 23:10 Uhr MESZ Zeit. Wer die beste Antwort abgibt erhält einen Preis.

Am 11.10. erreichte uns dann die traurige Nachricht, dass der Raumfahrtpionier Alexei Leonov im Alter von 85 Jahren leider verstorben ist. Er war ja nicht nicht nur der Raumfahrer welcher einen Ausstieg in den Weltraum unternahm, sondern auch der Kommandant der Sojus-Apollo-Mission, der ersten gemeinsamen Mission der Sowjetunion und der USA – einer wahrhaft historischen Mission. Er setzte sich auch danach sehr stark für internationale Kooperationen bei der Raumfahrt ein – ein Ansinnen welches wir auch sehr unterstützen. Wir ehrten ihn dann auch mit einem kleinen Tweet:

Und eventuell haben wir da noch eine weitere Idee.

Eiscreme

Mit der leckeren russischen Eiscreme aus dem angekommenen LMSM-Vehikel.

Am 12.10. habe ich dann begonnen etwas Fracht aus dem LMSM-Vehikel auszuladen. Hauptsächlich waren dies Lebensmittel, welches es mir erlauben werden bis Ende November hier auf der MoonDotStation zu bleiben. Ein sehr erfreuliches Extra gab es dabei auch: leckere russische Eiscreme.

Flagceremony

Bilder von der Zeremonie zur Anbringung der russischen Flagge im Hauptmodul der MoonDotStation.

Im russischen Modul habe ich dann auch eine russische Flagge gefunden. Diese galt es dann in einer kleinen Zeremonie im Hauptmodul der Station anzubringen, natürlich neben den bereits vorhandenen Flaggen von ESA, Japan, Kanada und USA. Die MoonDotStation ist damit noch etwas internationaler geworden, und das ist gut so. Hoffentlich kommt dann auch mal ein russisches Raumschiff hier vorbei, oder auch eines aus Indien oder China. Schauen wir mal was die Zukunft bringt! Wir blicken optimistisch voran!

20. Oktober 2019 – Missionstag 111:

Und wieder ist eine weitere spannende Woche hier auf der MoonDotStation vergangen. Auf dem Boden laufen so die Vorbereitungen für einen weiteren Raketenstart im Rahmen der Mission auf Volltouren, aber offenbar auch für ein anderes Event. So sind mysteriöse Boxen aus dem ESERO-Büro Bochum in unserem Hauptquartier eingetroffen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein lieber Kollege All-Bert bereitet seinen Start mit einem Mini-Starliner-Raumschiff auf einer Mini-AtlasV-Rakete vor und trainiert inzwischen schon in der Flugversion dieser Kombination. Ein Startdatum ist mir allerdings noch nicht bekannt – aber es kann ja nicht mehr lange dauern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausserdem haben wir dann endlich auch mal den Gewinner des 2. MoonDot-Quizzes bekanntgegeben und auch den Preis abgeschickt! Und der Gewinner ist der niedliche Daniel MakerBear:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Daniel hatte die Frage richtig beantwortet, wieviel Fenster mein Mini-Orion-Raumschiff denn eigentlich hat: 6 ! Auch hier nochmals unsere Glückwünsche vom gesamten Team!

Zurück zur MoonDotStation: Inzwischen habe ich auch die gesamte Fracht aus dem russischen LMSM-Modul entladen. Einen letzten Test galt es mit dem LMSM und auch dem MoonCruiser noch zu absolvieren. Beide Vehikel haben einen aktiven Andockpunkt für den Roboterarm der Station. Dort gibt es neben dem normalen Pin zum Greifen auch noch Anschlussstellen für Strom und auch Daten. Diese werden in Zukunft noch eine wichtige Rolle spielen. Daher habe ich am 17. Oktober beide Andockstellen getestet – indem ich den Kranarm der Station dort hinwandern liess und dann auch von dort gesteuert habe:

CanadArmtestsMoonCruiser

Und dies hat alles bestens geklappt. So sind wir jetzt zu 100 Prozent sicher dass die Andockpunkte auch funktionieren. Gut so!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 18. Oktober habe ich mir natürlich den ersten „Weltraumspaziergang“ zweier Raumfahrerinnen angeschaut. Die US-Astronautinnen Koch und Meir waren für 7 Stunden aus der ISS ausgestiegen um ein defektes Batterielladegerät auszutauschen, ein wahrhaft historisches Event. Das war sehr spannend anzusehen. Natürlich habe ich mir nicht nehmen lassen der Crew zu gratulieren! 😉

 

26.10.2019 – MoonDot-Missionstag 117:

Und schon wieder ist eine Woche vergangen! Und es ist so einiges wirklich Spannendes passiert! So hat unser MoonDot-Missionsdirektor etwas unglaubliches verkündet! Unser MoonDot-Team wird zusammen mit niemand Geringerem als dem ESA-Generaldirektor Jan Wörner einen Spacetalk in Berlin am Zeiss-Großplanetarium abhalten:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich weiß ja schon seit einiger Zeit dass der ESA-DG ein Fan unseres Teams ist, aber dies habe ich mir wirklich nicht vorstellen können. Und der Spacetalk hat den Titel „Auf zum MoonVillage“ – da sollte ich wohl auf jeden Fall eine Grußbotschaft vorbereiten, obwohl ich ja eigentlich liebend gern bei dieser Veranstaltung mit dem Vater der genialen Idee des internationalen MoonVillages selbst dabei sein würde! Mein Freund und Vorgänger Mausonaut war ja einer der ersten Unterstützer der MoonVillage-Unterstützungskampagne – denn diese macht wirklich Sinn. Einen Aussenposten auf dem Mond zu haben wie die Stationen in der Antarktis ist ein perfekte Grundlage um Systeme zu testen für eine Basis auf dem Mars, nur mit der Rückversicherung das man bei ernsten Problemen innerhalb von drei bis fünf Tagen wieder auf der Erde sein  zu können – was beim Mars ja überhaupt nicht der Fall sein würde.

MoonCruiserDeparture1gif

Abdocken des MoonCruisers mit dem LMSM-Modul und dem Cygnus-Frachter im Schlepptau.

Und dann gab es natürlich in dieser Woche auch noch so einigen Fortschritt hier auf der MoonDotStation. Die allgemeine Struktur der Station war ja mit Ankunft des russischen LMSM-Moduls mit Hilfe der ersten MoonCruiser-Kickstage recht kompliziert geworden. Darum war es unausweichlich die MoonDotStation in zwei Komplexe mit verschiedenen Ambitionen zu unterteilen: da wäre ersteinmal die Station selbst mit dem Ziel eine Landung mit Crew auf dem Mond zu erlauben, und dann gibt es weitere Elemente wie das Cygnus-Frachtschiff und die Ariane-6-Oberstufe (welche mich samt Orion-Raumschiff in en Mondorbit gebracht hat) beim Bau des MoonDotVillages wiederzuverwerten. Diese Elemente sammeln wir jetzt beim sogenannten „Multi Purpose Free Flyer MPFF“ ganz in der Nähe der MoonDotstation ein. Und ja, auch das Cygnus-Frachtschiff könnte als Modul auf dem Mond wiederverwendet werden. So ist unser Plan.

MoonCruiser1DockingA6USORSV1.gif

Und der MoonCruiser mit LMSM-Modul und Cygnus-Frachter dockt an der Ariane-6-Oberstufe mit dem ORSV-1-Satelliten am Triebwerksende an! Damit ist der „Multi Purpose Free Flyer“ MPFF geboren.

Die von der MoonDotStation abgetrennten Elemente LMSM-Modul, Cygnus-Frachter und MoonCruiser haben wir demzufolge mit der in der Nähe fliegenden Ariane-6-Oberstufe koppeln lassen (dank der Fähigkeit des MoonCruisers für automatische Kopplungsmanövers basierend auf der derselben Fähigkeit des ESA-Frachters ATV) – und diese Einheiten bilden jetzt den MPFF-Komplex. Interessanterweise haben wir damit jetzt aber 3 Einheiten welche den MPFF-Komplex steuern könnten: der Mooncruiser natürlich, das Servicemodul des Cygnus-Frachtschiffes und der ORSV-1-Satellit natürlich auch. Das hat natürlich Potential für zusätzliche Aktivitäten. Mehr dazu aber demnächst.

 

02.11.2019 – MoonDot-Missionstag 124:

Es ist wieder Wochenende, ich habe die MoonDotStation schon gereinigt und finde so Zeit hier in meinem Missionslogbuch wieder auf die Woche zurückzublicken. So habe ich am vergangenen Montag eine kleine Umfrage gestartet. Am vergangenen Wochenende hatte ich mir den „2010“-Science-Fiction-Film angeschaut, und mich dabei erinnert, dass dort das sowjetische Raumschiff nach dem Raumfahrtpionier und Künstler Alexei Leonov benannt ist. Dieser war ja vor kurzem verstorben. Da kam mir dann die Idee Teile der MoonDotStation, die ganze Station oder auch meinen weiderverwendbaren Mondlander nach Alexei Leonov zu benennen. Er war ja auch ein bekennender Unterstützer der internationalen Zusammenarbeit im Weltraum und ein wichtiger Teil des sowjetischen Mondlandeprogrammes. Hier geht es dann zur Umfrage auf meinem Twitter-Kanal:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dort kann man noch bis zum kommenden Montag abends abstimmen. Also nichts wie hin zur Abstimmung!

Ausserdem haben wir die nächste Etappe bei der Reinhaltung des Weltraumes eingeleitet. Am Dienstag hat das „Orbit Recycling Space Vehicle-1″ seinen Einfangmechanismus von der bereits eingefangenen Ariane-6-Oberstufe gelöst und sich dann vorsichtig von der Oberstufe entfernt, welche ja jetzt ein Teil der MoonDotStation-Mehrzweck-Freiflugeinheit MPFF ist! Und dies sah dann so aus:

ORSV1UndockingMPFF

Der ORSV-1-Satellit (links) entfernt sich von der MPFF-Freiflugeinheit bestehend aus Ariane-6-Oberstufe, russischen LMSM-Modul und MoonCruiser-1 (von links nach rechts). Oberhalb ist ein Cygnus-Frachtschiff am LMSM-Modul angedockt.

Zur Erinnerung: Der ORSV-1-Satellit hatte schon diese am MPFF angedockte Ariane-6-Oberstufe eingefangen und in die Nähe der MoonDotStation gebracht. Hier ist die Oberstufe nun am MPFF geparkt und wartet auf die Wiederverwertung auf der Mondoberfläche im MoonDotVillage, wie übrigens auch das Druckmodul des angedockten Cygnus-Frachtschiffes.

Der abgekoppelte ORSV-1-Satellit hat jetzt noch genügend Xenon-Treibstoff für seine Ionentriebwerke um eine weitere Oberstufe einer Ariane-Rakete einzufangen und dann auch zum MPFF zu bringen, natürlich auch mit dem Zweck der späteren Wiederverwertung auf dem Mond. Bis zur 2. Ankunft von ORSV-1 beim MPFF werden allerdings einige Monate vergehen, da die vier Ionentriebwerke zwar sehr effektiv sind, allerdings nicht sehr schubstark. Da dauern die Bahnmanöver dann einfach länger. Aber die Zeit ist ja vorhanden.

Und nicht vergessen: Nehmt doch noch an der obigen Abstimmung teil!

Ich wünsche Euch dann noch ein schönes Wochenende

 

10.11.2019 – MoonDot-Missionstag 132:

Und es ist mal wieder an der Zeit auf meine Woche hier auf der MoonDotStation zurückzublicken! Am Montag war meine Umfrage zur Benennung von Teilen der Station oder auch der gesamten Station nach dem russischen Raumfahrtpionier Alexei Leonov zu Ende gegangen. Ihr habt entschieden: 42 Prozent haben dafür gestimmt dass mein wiederverwendbarer Mondlander nach ihm benannt wird. Das finde ich super! Vielen Dank an alle die die Umfrage unterstützt haben – dankeschön!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann war die Woche natürlich geprägt vom spektakulären Start meines Kollegen AllBert mit einem Mini-Startliner-Raumschiff mit Hilfe einer Miniversion der Atlas-V-Rakete. Vor dem Start hatten wir natürlich noch auf den Pad-Abort-Test der irdischen Version des Starliner-Raumschiffes in den USA am Montag gewartet. Der Test war ja dann auch ein Erfolg (es gab zwar ein Problem mit einem Fallschirm, wichtig war aber dass Astronauten den Flug überlebt hätten).

 

 

 

 

 

 

 

So konnten wir dann die Vorbereitungen zum Start von AllBert fortsetzen mit einer Countdown-Generalprobe am Dienstag auf dem Spaceport Berlin. Dabei verlief alles nach Plan, und der Start konnte dann für Donnerstag (7.11.) angesetzt werden.

 

 

 

 

 

Die Firma Boeing, welche ja das Starliner-Raumschiff in der irdischen Variante baut, hatte sogar einen ihrer Mini-Astronauten gesandt, um AllBert beim Einstieg ins Raumschiff zu helfen.

 

 

 

 

So klappten die Startvorbereitungen wunderbar, und unser Missionsdirektor SpaceHolgar konnte sogar noch ein Statement abgeben bevor er die Starterlaubnis erteilte, dass alles natürlich in englischer Sprache:

 

 

 

Genau um 16:00 Uhr MEZ war es dann soweit: die Kommandos zur Zündung der 6 Triebwerke und Motoren der Mini-Atlas-V-Rakete wurden erteilt, und die Rakete hob bei schönstem herbstlichen Wetter ab: AtlasVStarlinerLaunchgif.gif

Schon schnell war klar, dass es aber kurz nach dem Abheben der Rakete eine Anomalie gegeben hatte. Eines der beiden Triebwerke der Zentralstufe musste vorzeitig abgeschaltet werden.  Da die Rakete aber mit 4 Boostern startete war es sogar möglich den Flug fortzusetzen, und das Starliner-Raumschiff mit AllBert an Bord erreichte den Erdorbit. Da waren wir alle natürlich sehr, sehr erleichtert.

Jetzt hatte die Centaur-Oberstufe dafür aber mehr Treibstoff als geplant benötigt um die Minderleistung der Zentralstufe auszugleichen. Der Treibstoff war also knapp geworden um noch den Flug in Richtung Mond zu ermöglichen.

Glücklicherweise hatte mein erfahrener Kollege Mausonaut eine Idee: der MoonCruiser gegenwärtig angedockt an der Freifliegeeinheit der MoonDotStation könnte aushelfen und das Starliner-Raumschiff hier im Mondorbit manövrieren. Der MoonCruiser hat ja auch einen Andockring und daher können sich Starliner-Raumschiff und MoonCruiser auch verbinden.  Dank dieses Plans konnten wir dann das Starliner-Raumschiff mit AllBert an Bord am Freitag angetrieben durch die Centaur-Oberstufe auch in Richtung Mond weiterfliegen lassen:

 

Und so kann ich AllBert jetzt in der kommenden Woche hier auf der MoonDotStation erwarten! Wie cool ist das denn?!

Und natürlich untersuchen wir auch was beim Start der Mini-Atlas-V-Rakete nicht wie geplant funktioniert hat. Mehr dazu in der kommenden Woche.

16.11.2019 – MoonDot-Missionstag 138:

Und schon wieder ist eine Woche hier auf der MoonDotStation vergangen. Und ich bin endlich nicht mehr allein hier beim Warten auf die Ankunft meines Mondlanders. Am Mittwoch ist mein Kollege AllBert (https://www.facebook.com/DtRaumfahrtausstellung) hier auf der MoonDotStation angekommen, und dies nach einer kurzen Odyssey dank einer Anomalie mit seiner Rakete beim Start. Mehr dazu in den folgenden Aufnahmen – als Resultat der Untersuchungen durch unser Team:

 

AtlasVlaunchGP1

Die wohl dramatischste Aufnahme der Anomalie beim Start der Mini-Atlas-V-Rakete. Hier fallen brennende Trümmerteile fast auf die Kamera. Die Kamera wurde nicht beschädigt, und günstigerweise auch nicht die Rakete selbst. So konnte der Flug fortgesetzt werden.

AtlasVStarlinerPhonecasiogif

Weitere  beeindruckende Aufnahmen vom Start der Mini-Atlas-V-Rakete. Man kann gut sehen dass schon Momente nach dem Start Teile der Rakete wegfliegen. Dies sind Teile einer Düse. Dieses Triebwerk war eventuell schon zu alt und hätte eigentlich nicht mehr fliegen dürfen.

AtlasVStarlinerGP12gif

Zwei Weitwinkelaufnahmen kombiniert zeigen wie abhängig doch die Aufnahmen vom Aufnahmewinkel sind. Links scheint man fast einen problemlosen Start zu sehen, und rechts sieht es fast nach einem ziemlichen Desaster aus.

Wie Ihr Euch erinnert musste ein Haupttriebwerk der Zentralstufe kurz nach dem Abheben abgeschaltet werden. Nur dank der vier Feststoffbooster und dem längeren Arbeiten der Centaur-Oberstufe konnte AllBert in seinem Mini-Starliner-Raumschiff den Parkorbit um die Erde erreichen. Und dann kam meinem geschätzten Kollegen Mausonaut die brilliante Idee, dass man doch den MoonCruiser benutzen könnte um doch noch die Reise zum Mondorbit zu erreichen. In der Centaur-Oberstufe der Atlas-Rakete war noch ausreichend Treibstoff um mit dem Starliner-Raumschiff den Mondorbit zu erreichen. Mehr aber auch nicht. Und genau hier kam der MoonCruiser zum Einsatz. Er war ja noch am MoonDotStation Free Flyer MPFF angedockt, und hatte noch Resttreibstoff. Diesen MoonCruiser haben wir dann dem Starliner-Raumschiff entgegengeschickt. Raumschiff und MoonCruiser dockten dann zusammen, und der MoonCruiser bugsierte dann das Raumschiff mit AllBert an Bord zur MoonDotStation, und wird es auch später wieder in Richtung Erde transportieren.

StarlinerDockingextendedgif

Ankunft des MoonCruisers mit dem Starliner-Raumschiff. Letzteres dockte mit Mini-Astronaut AllBert am 13.11. um 18:18 Uhr MESZ an der MoonDotStation an.

Zwei Stunden nach dem erfolgreichen Andocken war es dann soweit. AllBert betrat die heiligen Hallen der MoonDotStation und ich  konnte ihn gebührend begrüssen. Schauen wir mal wie lange er hier auf der Station bleiben wird.

AllBertAltairaMDS

Eines der ersten Bilder nach der Ankunft von AllBert an Bord der MoonDotStation. Sein Mini-Starliner-Raumschiff hat übrigens den Namen „R.S. Sigmund Jähn“ – zu Ehren des kürzlich verstorbenen ersten deutschen Raumfahrers.

Und jetzt konzentrieren wir uns auf das tolle #SpaceTalk-Event am 20.11. im Zeiss-Großplanetarium Berlin. Dort hat unser Missionsdirektor SpaceHolgar u.a. den ESA-Generaldirektor Jan Wörner unter dem Motto „Auf zum MoonVillage“ eingeladen. Wie cool ist das denn?!

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Es gibt übrigens noch freie Plätze, falls Ihr denn so rund 10 Jahre alt seid oder gar mehr. Schaut mal hier nach: https://www.planetarium.berlin/veranstaltungen/esa-space-talk-auf-zum-moonvillage.

 

25.11.2019 – MoonDot-Missionstag 147:

Endlich komme ich wieder dazu mich hier zu melden. Die vergangenen Tage waren doch sehr durch den #Spacetalk „Auf zum Moon Village“ am 20.11. geprägt, den unser Missionsdirektor SpaceHolgar organisiert hatte. Und was für ein toller Spacetalk war das denn?! Der Chef hatte es sogar geschafft den ESA-Generaldirektor Jan Wörner zum Spacetalk einzuladen. Ich glaube die kennen sich irgendwie. Wuhuu!!!

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Unser Chef SpaceHolgar zusammen mit dem ESA DG Jan Wörner vor Beginn des Spacetalks. Die passenden Raketenflugmodelle gab es natürlich auch auf der Bühne.

Der Jan Wörner ist ja praktisch der „Vater vom MoonVillage“ – da er versucht eine gemeinsame Strategie der Weltraumbehörden und natürlich auch privater Firmen bei der Erschliessung des Mondes zu koordinieren, und das ganze auch initiiert hat. Eine super Sache finde ich!

 

Nach dem Vortrag von ESA DG Jan Wörner traten dann zwei Berliner Space-Startup-Firmen beim Spacetalk auf:

  1. Planetary Transportation Systems (PTS), früher auch als PT Scientists bekannt. Dieses Privatunternehmen baut den ALINA-Mondlander und dazu passende Rover für die Erschliessung des Mondes ohne Crew. Unter anderem wollen sie auch für die ESA eine sogenannte „EurMoon“-Mission durchführen um zu testen welche Stoffe aus dem Mondgestein gewonnen werden können.

    PTSOnstage

    Das Team von PTS unter Führung vom Firmengründer Robert Boehme auf der Bühne beim Space Talk. Rechts sieht man auch einen ihrer Rover.

  2. Orbit Recycling: Diese Firma unter Führung von Frank Koch möchte sich massgeblich an der Beseitigung von Weltraummüll beteiligen, indem sie die sich im All befindlichen Oberstufen der Ariane-5-Raketen einfängt und dann zum Mond transportiert um dort den Hauptbestandteil Aluminium beim Bau des MoonVillages zur Verfügung zu stellen. Cool, oder!

    FrankKochOnStage

    Frank Koch, der CEO von Orbit Recycling, auf der Bühne beim European Space Talk „Auf zum Moon Village“.

Und dann hatte unser Chef seinen Auftritt, und hat u.a. meine Mission dort vorgestellt. Wie cool ist das denn? Er zeigte dazu eine Videozusammenfassung meiner Mission, und diese könnt Ihr hier finden:

Ja, es ist schon so einiges passiert während meiner Mission, und es geht ja noch weiter. Was wird als nächstes hier bei der MoonDotStation eintreffen – Teile meines Mondlanders oder doch erstmal ein Versorgungsraumschiff? Bis Ende Dezember halten der AllBert und ich es schon hier auf der MoonDotStation aus mit den gegenwärtigen Vorräten. Spannende Zeiten!

Ach ja, demnächst haben wir dann noch ein Video vom gesamten „Auf zum Moon Village“-Spacetalk für Euch und natürlich auch vom dazugehörenden Bastelworkshop.

Eure Altaira

 

03.12.2019 – MoonDot-Missionstag 155:

Endlich melde ich mich auch mal wieder hier in meinem Missionslogbuch. In den letzten Tagen nach dem European Spacetalk von meinem Missionsleiter zusammen mit dem ESA-Generaldirektor ist nämlich so einiges passiert. Unser Missionsleiter wird neue spannende Aufgaben (noch alles geheim natürlich) übernehmen und so müssen wir am Missionsablauf Veränderungen vornehmen.

AllBertAltairaMDS

Mein Kollege AllBert wird demnächst das Kommando über die MoonDotStation übernehmen und den Zusammenbau des 2,5-stufigen Mondlanders überwachen während ich vorübergehend auf die Erde zurückkehre.

Ich bereite mich gegenwärtig auf die Handhabung des angedockten Mini-Starliner-Raumschiffes „Sigmund Jähn“ vor, denn ich werde mit diesem Raumschiff zur Erde zurückkehren. Und mein Kollege AllBert wird hier auf der Station bleiben und den Zusammenbau des Mondlanders überwachen und unterstützen. Wie Ihr sicherlich bemerkt habt verzögert sich die Ankunft des Landers. Und ich kann aufgrund der hohen Strahlenbelastung nicht ewig auf der Station bleiben. Darum werde ich voraussichtlich noch vor Weihnachten zur Erde zurückkehren und dann im kommenden Jahr wieder zur Station starten nachdem der Mondlander fertig ist.  Und dann geht es wirklich zum Mond ohne monatelanges Warten bis der Mondlander fertig ist.

StationAfterStarlinerDockingZoom

Ich werde die MoonDotStation demnächst mit dem oben rechts angedockten Starliner-Raumschiff verlassen und zur Erde zürückkehren.

Wie hört sich das an? Gut hoffe ich doch! Und ich kann mich dann vorher auch vernünftig mit dem Mondlander am Boden vertraut machen und auch trainieren.

 

Eure Altaira

 

P.S.: Ich hatte Euch ja noch das Video vom „Auf zum MoonVillage“-Spacetalk organisiert im Zeiss-Großplanetarium organisiert vom Missionsleiter und u.a. mit dem ESA-Generaldirektor als Redner versprochen. Hier ist es:

Und eine Bildergalerie auch mit den Experimenten findet Ihr hier: https://www.facebook.com/holger.voss.94/posts/1150924245112697

Viel Spass!

 

06.12.2019 – MoonDot-Missionstag 158:

Am 5. und 6. Dezember konnten AllBert und ich dann von der MoonDotStation aus gleich zwei Versorgungsraumschiffe aus starten sehen, nicht zur MoonDotStation – sondern zur Internationalen Raumstation ISS. Am 5.12. hob eine weitere Dragon-Kapsel an der Spitze einer Falcon-9-Rakete zur ISS ab, u.a. mit 40 Mäusen an Bord und CIMON – dem KI-Assistenten aus Deutschland. So einen Assistenten hätte ich auch mal gerne, aber AllBert ist ja auch nicht so schlecht 😉🤣:

Unsere Berichterstattung von diesem Falcon-9-CRS-19-Start endete dann mit diesem Tweet hinweisend auf unsere eigene tolle Mini-Falcon-9-Rakete:

Cool, oder? Mehr über diese Mini-Falcon-9-Rakete mit 9 Motoren könnt Ihr übrigens hier auf Englisch nachlesen, u.a. auch dass unser Chef in seiner kleinen Raketenfabrik so eine Rakete für Euch bauen könnte: Die Geschichte hinter der Mini-Falcon-9-Rakete.

Am 6. Dezember startete dann ein weiteres Progress-Raumschiff mit einer Sojus-Rakete zur ISS:

AllBert wird dann im neuen Jahr auch bald Nachschub auf der MoonDotstation benötigen. Der Airbus-MoonCruiser dafür wird wohl schon vorbereitet habe ich gehört.

12.12.2019 – MoonDot-Missionstag 164:

Die gegenwärtigen Tage verbringe ich mit Training in dem Mini-Starliner-Raumschiff, mit welchem ich bald zur Erde fliegen will. Mein Lehrer ist natürlich AllBert, welcher mit diesem Raumschiff hier auf der Station angekommen war:

Besonders hilfreich war auch, dass ich im vergangenen Jahr schon einmal im echten Starliner-Simulator von Boeing trainieren durfte. Und der Chef konnte auch noch gute Hinweise geben:

So blicke ich dann hoffnungsvoll in die kommende Woche, in der mein Heimflug zur Erde ansteht!

 

15.12.2019 – MoonDot-Missionstag 167:

Heute an meinem letzten vollen Tag auf der MoonDotStation hatte ich die Ehre das Kommando der Station an den Kollegen AllBert übergeben zu können.

AllBertKommandant

Er wird ja in den kommenden Wochen hier auf der Station bleiben und die Ankunft der Komponenten des Mondlanders überwachen.

 

16.12.2019 – MoonDot-Missionstag 168 – Abflug von der MoonDotStation:

Abschied

Und es ist vollbracht! Ich habe die MoonDotStation verlassen und bin auf dem Rückflug zur Erde! Dafür habe ich wie bei allen kritischen Aktivitäten meinen Raumanzug angezogen – und bin dann nach dem Abschied von AllBert in das Mini-Starliner-Raumschiff umgestiegen. Nachdem ich das Schiff vollständig aktiviert war stand dann das Abkoppeln von der Station an:

MoonCruiserArrivalStarlinerUndocking

Zeitraffer des Abkoppelns des Mini-Starliner-Raumschiffes von der MoonDotStation. AllBert beobachte das Manöver aus der Kuppel der Station.

Da das Mini-Starliner-Raumschiff nicht mehr viel Treibstoff an Bord hatte wurde für die Manöver des Rückflugs zur Erde eine Hilfsantriebsstufe benötigt. Da kam natürlich wieder der MoonCruiser ins Spiel. Dieser hatte noch etwas Treibstoff an Bord. So galt es dann als nächsten Schritt mit dem Starliner-Schiff an dem in der Nähe der Station geparkten MoonCruiser anzudocken:

StarlinerMoonCruiserDocking(1)

Ankoppeln am MoonCruiser

Das Andocken hat auch wunderbar funktioniert. Anschliessend deaktivierte ich die Düsen des Starliner-Raumschiffs, denn dann übernahm der MoonCruiser die Steuerung – oder besser gesagt die Besatzung der Bodenstation übernahm die Steuerung des MoonCruisers – und so entfernte ich mich dann im Starliner-Raumschiff mit Hilfe des MoonCruiser von der Station.

Dabei flog ich recht nah an der MPFF-Freiflugeinheit vorbei, welche ja auch in der Nähe der MoonDotStation geparkt ist. Der AllBert erkannte die Möglichkeit und liess den kleinen Kamerasatelliten diesen Vorbeiflug einfangen:

StarlinerDepartureFinalSeq

Naher Vorbeiflug an der MPFF-Freiflugeinheit bestehend aus einer Ariane-6-Oberstufe, dem russischen LMSM-Modul und dem Cygnus-Frachter

Wenig später erfolgte dann auch das Bahnmanöver zum Einschwenken in die Bahn für die Rückkehr zur Erde. Das Manöver wurde natürlich mit Hilfe der vier Haupttriebwerke des MoonCruisers durchgeführt! Mit diesem Manöver hatte dann der knapp dreitägige Rückflug zur Erde wirklich begonnen!

 

19.12.2019 – MoonDot-Missionstag 171 – Landung auf der Erde

Der letzte Höhepunkt meiner ersten MoonDot-Weltraummission stand heute an – die Landung in der Mini-Starliner-Kapsel auf der Erde. Mit Hilfe des MoonCruisers waren wir in der Lage einen Landeort in Deutschland – eine grössere Wiese in der Nähe von Berlin – anpeilen zu können.

AltairaLandingArea

Die Landezone in der Nähe von Berlin

Mit Hilfe der Triebwerke des MoonCruisers konnten wir die Flugbahn ensprechend anpassen. Dann hatte der MoonCruiser seine Arbeit getan, und auch das Servicemodul des Starliner-Raumschiffes. Beides trennte ich von der Landekapsel ab. Als nächstes kam der Eintritt der Kapsel in die dichteren Schichten der Erdatmosphäre. Alles lief wie erwartet. Besonders froh war ich dann als signalisiert wurde dass alle drei Hauptfallschirme erfolgreich ausgestossen wurden und die Kapsel unter den drei Schirmen sicher in Richtung Erde schwebte. Dann wurde auch das Hitzeschild abgeworfen um das Aufblasen von 6 Airbags unter der Kapsel zu ermöglichen. Diese bremsten dann den Aufprall auf der Erde erfolgreich ab, wie hier zu sehen ist:

AltairaStarlinerTouchdown.gif

Touchdown der Mini-Starliner-Kapsel um 15:09 Uhr MEZ am 19.12.2019. Meine erste MoonDot-Mission kam damit nach fast 171 Tagen zu einem erfolgreichen Ende!

So endete also meine erste MoonDot-Mission nach 170 Tagen, 21 Stunden und 19 Minuten erfolgreich in der Nähe von Berlin. Bald traf auch die Bergungsmannschaft in Person von Missionsdirektor SpaceHolgar ein.

AltairaCapsulelanded

SpaceHolgar dokumentiert den Zustand der Kapsel nach der Landung.

Und bald war es auch soweit. Die Luke meiner Kapsel wurde geöffnet und ich wurde aus der Kapsel befreit. Ich wurde vor der Kapsel abgesetzt und betrat so seit fast 171 Tagen im All wieder die Erde. Und die Gravitation lastete schwer auf meinen Schulter. Schnell öffnete ich dann meinen Helm, und konnte den fantastischen Geruch von Mutter Erde wahrnehmen – unglaubliches Erlebnis. Noch nie hatte ich einen Geruch sio internsiv wahrnehmen können! Ich war wieder zu Hause!

AltairaTouchdownFinalImage

Mit offenem Helm – endlich wieder Mutter Erde riechend – einfach überwältigend!

Wir möchten uns dann herzlich für die großartige Unterstützung meiner Mission bedanken, natürlich auch im Namen vom Missionsdirektor SpaceHolgar:

AltairaLandedFinalimageThanks

Wir sagen danke!

Und damit ist die Berichterstattung zu dieser Mission beendet! Als nächstes steht ein kurzer Urlaub an, und im Januar 2020 konzentriere ich mich auf den Bau des Mondlanders und die Starts der Landerelemente in Richtung MoonDotStation! Es bleibt also spannend!

Eure Altaira

 

 

P.S.: Noch detailiertere Informationen zum Missionsverlauf live findet Ihr natürlich in meinem Twitter-Kanal! Und dann gibt es auch die ausführliche Zusammenfassung der Twitter-Nachrichten in Deutsch und auch Englisch!